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Karl Konrad Werner Wedemeyer (1870-1934)

Ein Juristen- und Gelehrtenleben in drei Reichen- Eine Biographie

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Dirk Henning Hofer

Das Buch beschreibt Leben und Wirken des Karl Konrad Werner Wedemeyer, Professor für Römisches, Bürgerliches, Arbeits- und Zivilprozessrecht im Kaiserreich, der Weimarer Republik und sein Schicksal im Dritten Reich. Einbezogen wird die Zeitgeschichte, insbesondere die Geschichte der Universität Kiel und deren juristischen Fakultät und ihres Lehrkörpers. Dazu ergeben sich interessante Einblicke aus dem Schriftwechsel mit Gustav Radbruch, Walter Jellinek und Hermann Kantorowicz zur Zeitgeschichte und der Situation der Universität und der Fakultät in der jeweiligen Zeit. Dargestellt wird das Schicksal eines kaisertreuen Preußen, der sich nach dem Zusammenbruch der Monarchie für die Weimarer Republik einsetzt und im Dritten Reich scheitert.

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IV. Zusammenfassung

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In diesen beiden Trauerreden ist im Grunde alles gesagt, was über Pro- fessor Wedemeyers Persönlichkeit als Mensch, Wissenschaftler und vor allen Dingen als Hochschullehrer gesagt werden kann. Er hat während seines relativ kurzen Lebens, wenn man den Nord- deutschen Bund wegen der sehr kurzen Erlebensdauer von fast vier Mo- naten weglässt, drei Reiche erlebt, deren Dauer historisch gesehen von nur unbedeutender Dauer waren. Der Schwerpunkt seines Lebens lag zweifellos im Kaiserreich, in dem er nicht nur seine Jugend-, Studenten- und Ausbildungszeit verbracht hat, sondern auch seine Richtertätigkeit. Von dieser jahrelangen, praxisbezogenen juristischen Tätigkeit war spä- ter seine Vorlesungspraxis geprägt, bei der er immer großen Wert darauf legte, seinen Studenten auch den soziologischen und wirtschaftlichen Bezug zu vermitteln. Neben seinen pädagogischen Fähigkeiten gepaart mit einem profun- den Wissen, das er auch weiterzugeben verstand, zeichnete Professor Wedemeyer sich durch seine menschliche und großzügige Art im Um- gang mit seinen Studenten und Kollegen aus, für die er sich darüber hin- aus in der schweren Umstellungszeit in der Weimarer Republik einsetzte. Um so unverständlicher ist, dass ein solcher Hochschullehrer in so be- schämender Weise gezwungen war, noch in der Blüte seiner Schaffens- kraft Abschied von seiner geliebten Hochschullehrertätigkeit zu nehmen. Angesichts der Persönlichkeit Wedemeyers, seiner Einstellung zu sei- nem Beruf und seiner Arbeitshaltung ist kaum anzunehmen, dass er vor Erreichen der Altersgrenze an eine Emeritierung gedacht hätte. Dazu liebte er seine Tätigkeit viel...

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