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Gentechnik und Koexistenz nach der Gesetzesnovelle von 2008: Zivilrechtliche Haftung im Vergleich Deutschland und USA

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Wiebke Gebhardt

Diese Arbeit befasst sich mit der 6. Novelle des Gentechnikgesetzes im Jahre 2008. Zielsetzung ist die Klärung der Frage, ob die Novelle sinnvolle Regelungen im Hinblick auf Haftungsfragen für Landwirte beinhaltet und verschiedene Anbauformen dadurch ausreichend schützt. Des Weiteren wird ein Vergleich mit den vereinigten Staaten von Amerika unternommen, wofür die beiden Haftungssysteme gegenüber gestellt werden. Hierfür wurde die einschlägige Literatur sowie Rechtsprechung untersucht sowie Grundzüge der Gentechnik erläutert. Im Ergebnis ist nach Auffassung der Autorin das deutsche System dem US-amerikanischen zwar überlegen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass auch das deutsche Gentechnikgesetz aus Sicht der Autorin noch erheblichen Verbesserungsbedarf hat.

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A. Ausgangssituation

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Wenn man sich mit dem Thema Gentechnologie auseinandersetzt, dann sieht man sich einem nahezu unübersichtlichen Feld unterschiedlichster Argumente, Informationen, Interessensgruppen gegenüber. Da das Thema einen gesellschaftlich, politisch wie wirtschaftlich extrem umstrittenen Gegenstand beinhaltet, wird es sowohl in der Scientific Communi- ty4, in allen Arten von Medien inklusive des Internets wie auch auf der politi- schen Ebene kontrovers diskutiert. Dadurch entsteht ein sehr weites Feld unter- schiedlichster Quellen und Informationen, die auch die Interessensgruppen und deren Argumente in unterschiedlichster Qualität und Quantität über alle Medien hinweg abbilden. Deshalb ist es wichtig, alle Informationen gleichermaßen und zunächst vorurteilslos wahrzunehmen und in ihrem Wahrheitsgehalt sorgfältig zu prüfen. Die Gültigkeit der Argumente sollte zunächst als Hypothese angese- hen werden, vor dem Hintergrund eines möglichen Gefahrenpotentials einer so innovativen und neuartigen Technologie. Die Gefahr einer möglichen gesundheitlichen Schädigung durch komplexe Eingriffe in die Bio- und Ökosphäre erfordert in jedem Fall das sorgfältige Be- denken aller nur möglichen Argumente für und wider diese Technologie. Ein wichtiges Indiz für die Ungesichertheit zahlreicher scheinbar auf den ersten Blick fundierter Vorgänge und Umstände im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Organismen5 (GVO) und deren Einbringung in die Bio- und Öko- sphäre ist die Tatsache, dass sich selbst die Scientific Community wie auch die politische Diskussion nicht einig über die Interpretation der zahlreich vorliegen- den Untersuchungsergebnisse und Studien unterschiedlichster Art und Güte sind6. 4 Bereits kurze Zeit nach der...

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