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Fehler-Korrektur

Lehrer- und lernerbezogene Untersuchungen zur Fehlerdidaktik im Englischunterricht der Sekundarstufe II

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Markus Bohnensteffen

Bei diesem Buch handelt es sich um eine interdisziplinär angelegte Arbeit mit fremdsprachendidaktischem Schwerpunkt, die Theorie und Praxis eng miteinander verbindet und den aktuellen Forschungsstand zum Thema Fehlerkorrektur, relevante Forschungsschwerpunkte im Zusammenhang mit der Fehlerkorrektur und die Einschätzung von Schülern und Lehrern in Bezug auf die aktuelle Korrekturpraxis im Englischunterricht der Sekundarstufe II untersucht. Gegenstand und Zielsetzung dieser empirischen Untersuchung (Befragung von 1000 Schülern und 166 Englischlehrern) ist es, unter Berücksichtigung aktueller sprachenpolitischer und fachdidaktischer Diskussionen, den Ist-Stand in Bezug auf die Fehlerdidaktik im Englischunterricht der Sekundarstufe II zu ermitteln und daraus mögliche Konsequenzen für den Englischunterricht zu beschreiben.

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9. Ausblick 255

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9. Ausblick Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung haben gezeigt, dass in einer Zeit sich immer schneller ausbreitender interkultureller Kommunikation Verän- derungen im Bereich der Fehlerdidaktik dringend angeraten sind, besonders wenn man sich die Funktion der englischen Sprache vor Augen führt, so wie es Piepho tut: Englisch dient nicht in erster Linie dem Zweck, sich in Großbritannien oder Ameri- ka sprachlich und interkulturell sensibel bewähren zu können, sondern es ist das Medium der Kommunikation zwischen Menschen aus sehr verschiedenen Her- kunftsländern und -kulturen und in höchst unterschiedlichen sozialen und sachlichen Zusammenhängen. (Piepho 2005:120) Vor allem von Englischlehrern sollte dabei bedacht werden, dass der Eng- lischunterricht mehr – und auch weniger (!) – zu leisten hat als die ‚Ausbildung‘ der Schüler zu native speakers. Seine primäre Aufgabe besteht vielmehr darin, junge Menschen auf ihrem Weg als Bürger Europas das notwendige Rüstzeug bereitzustellen, wobei dies nicht nur sprachliche Qualitäten umfasst. Die Schüler sollten sich kommunikativ und situationsangemessen – sowohl im schriftlichen als auch im mündlichen Bereich – auf internationalem Parkett bewähren können. Zur Realisierung dieses Ziels sollte auch die Fehlerdidaktik ihren Beitrag leisten, da die Fehlerthematik besonders auf Seiten der Schüler sehr stark negativ besetzt ist, so wie es beispielsweise die Ergebnisse des verbalen Assoziationstests ge- zeigt haben und wie es ein Schüler im offenen Teil des Fragebogens formulierte: Im Allgemeinen, finde ich, werden Englisch-Klausuren zu hart bewertet. Jeder kleinste Fehler wird sofort gewertet und fällt ins...

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