Show Less

Planen und Bauen im Außenbereich

Series:

Edited By Stephan Mitschang

Die vielfältigen Nutzungsansprüche an den Außenbereich, von den Erneuerbaren Energien über Anlagen zur Tierhaltung, Standorten für Kraftwerke oder die Anforderungen des europäischen und nationalen Habitat und Artenschutzes, haben in den letzten Jahren den Druck auf die bauliche und sonstige Nutzung des planungsrechtlichen Außenbereichs erhöht. Dem skizzierten Spannungsfeld widmete sich die wissenschaftliche Fachtagung «Planen und Bauen im Außenbereich», die am 14. und 15. September 2009 an der Technischen Universität in Berlin durchgeführt wurde. In diesem Tagungsband sind die ausgearbeiteten Vorträge der einzelnen Referate enthalten. Sie machen deutlich, dass die Diskussion um die bauliche Nutzung des planungsrechtlichen Außenbereichs noch lange nicht abgeschlossen ist.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Flächenpolitik im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und kommunaler Planungshoheit 147

Extract

147 XI Flächenpolitik im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und kommunaler Planungshoheit Folkert Kiepe 1. Das Reduktionsziel der Bundesregierung Die Bundesregierung hat 2002 beschlossen, die tägliche Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr bis zum Jahr 2020 auf 30 ha pro Tag zu verrin- gern. Diese Zielsetzung wurde in der Koalitionsvereinbarung vom 11.11.2005 be- kräftigt. Hintergrund hierfür ist die (immer noch) zu hohe Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr, die nach den Zahlen des Statistischen Bun- desamts im Vierjahresdurchschnitt 2004 bis 2007 bei 113 ha pro Tag lag. Der von der Bundesregierung vorgelegte Fortschrittsbericht 2008 zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie kommt daher zu der Bewertung, dass ohne den „Einsatz wirksamer Instrumente auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene“ das 30-ha- Ziel nicht erreicht werden kann. 2. Die Position der kommunalen Spitzenverbände Die kommunalen Spitzenverbände unterstützen ein nachhaltiges Flächenmanage- ment und einen sparsamen und schonenden Umgang der Städte und Gemeinden mit Grund und Boden seit längerem. In der letzten Sitzung des Staatssekretärs- ausschusses der Bundesregierung für nachhaltige Entwicklung zur Umsetzung des Fortschrittsberichts der Bundesregierung zur Nachhaltigkeitsstrategie am 09. Feb- ruar 2009 waren sich Bundesregierung und kommunale Spitzenverbände hinsicht- lich einer engen Zusammenarbeit mit dem Ziel einer Reduzierung der Flächeninan- spruchnahme einig (siehe Anlage 1). Die dazu vorgeschlagenen Instrumente überzeugen aber nicht alle. Zunächst ist festzustellen, dass sich der Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Nachhaltigkeitsstrategie auf die Flächenstatistik des Statistischen Bundesamts bezieht. Die statistische Größe...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.