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Kriegs- und Nachkriegskindheiten

Studien zur literarischen Erinnerungskultur für junge Leser

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Edited By Gabriele von Glasenapp and Hans-Heino Ewers-Uhlmann

Die Beiträge dieses Bandes beschäftigen sich mit der Allgemein- wie der Kinder- und Jugendliteratur als einem zentralen Erinnerungsmedium an Kindheit und Jugend während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit. Fokussiert werden die teilweise traumatisierenden Erlebnisse: Zum einen aus unterschiedlichen nationalen Perspektiven, wobei der nationale Referenzrahmen neben deutschsprachigen auch europäische wie außereuropäische Perspektiven umfasst. Zum anderen werden die literarischen Kindheitsdarstellungen einzelner Länder unter dem Aspekt von Selbst- und Fremdwahrnehmung gesehen. Die einzelnen Aufsätze gehen zur Erinnerungskultur im Allgemeinen, behandeln einzelne Autoren und befassen sich mit der Tradierung von Texten, Aspekten nationaler Literaturpolitik sowie Fragen der literarischen Vermittlung.

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Vorbemerkung 11

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Vorbemerkung Sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges erinnerte ein internationaler Kongress an dieses Ereignis. Veranstaltet wurde der Kongress im April 2005 von der interdisziplinären Studiengruppe „Kinder des Weltkriegs“, die von dem Gerontopsychoanalytiker Hartmut Radebold und dem Historiker Jürgen Reu- lecke ins Leben gerufen wurde und der auch Hans-Heino Ewers, Direktor des Instituts für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität, an- gehörte. Das Institut für Jugendbuchforschung übernahm die organisatorische Ausrichtung des Kongresses und wurde dabei vom ebenfalls in Frankfurt ansäs- sigen Sigmund Freud-Institut unterstützt. Das Thema des Kongresses lautete „Die Generation der Kriegskinder und ihre Botschaft für Europa sechzig Jahre nach Kriegsende“. Die auf dieser Tagung gehaltenen Vorträge, welche die Er- eignisse vornehmlich aus sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive fo- kussierten, wurden 2006 in zwei Sammelbänden vorgelegt.1 Wenige Tage vor diesem großen Kongress fand eine vom Frankfurter Institut für Jugendbuchforschung ausgerichtete Konferenz zum Thema „Jüdische und nicht- jüdische) Kriegs- und Nachkriegskindheit und -jugend in der (Kinder- und Jugend-)Literatur“ statt, an der Kinder- und Jugendliteraturforscherinnen und -forscher aus etwa 20 Ländern teilnahmen. Die Konferenz wurde von der Fritz Thyssen-Stiftung (Köln) gefördert. Die dort gehaltenen Beiträge sollen in ausge- arbeiteter Form in diesem Sammelband dokumentiert werden. Mit den insge- samt 34 Beiträgen wurde versucht, möglichst viele Aspekte des Themas abzu- decken. Deshalb wurden zusätzlich Beiträge eingeworben und aufgenommen, die auf der Konferenz nicht vorgetragen wurden. Die einzelnen Beiträge wurden...

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