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Göttinnen, Heldinnen und Herrscherinnen in Asien und Afrika

Edited By Tatiana Oranskaia and Barbara Schuler

Der Band leistet einen grundlegenden interdisziplinären Beitrag zum Verständnis, wie zu unterschiedlichen Zeiten in den unterschiedlichen Kulturen Asiens und Afrikas Frauen ihre Positionen in Gesellschaft und Religion erworben haben und wie sie im kulturellen Gedächtnis fortleben. Betrachtet werden in acht Beiträgen herausragende Frauengestalten. Die faszinierenden Portraits der deifizierten, heroischen und herrschaftsausübenden Frauen sind Ergebnis historischer, philologischer und ethnographischer Forschung. Sie bieten einen Vergleich von Konzepten, Wertesystemen und Kulturmustern und stellen die kulturellen, religiösen und sozial-politischen Eigenheiten der Regionen heraus.

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Ostasien 19

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Ostasien Hōjō Masako: eine Frau gegen Japans Kaiser Manfred Pohl ABSTRACT: This essay examines the political activities of an influential woman of the 12th–13th century, an epoch during which the Japanese emperor fought against mighty warrior families. The author questions the usual view that in Medieval Japan only men wrote history. As a counter-argument he introduces Hōjō Masako, whose power strengthened the Samurai reign. Vorbemerkung Eine unbeirrt Liebende mit ausgeprägtem Machtinstinkt und von politi- scher Gestaltungsstärke, so wurde die Fürstin Hōjō Masako (1157–1225) zur Führungspersönlichkeit über die Herrschaftsstrukturen des japanischen Mittelalters (auch: Feudalismus, 12. bis 16. Jh.). Sie trug wesentlich dazu bei, die traditionelle Macht des kaiserlichen Hofes in Kyoto (damals Heiankyo) über das Land zu brechen und eine Herrschaft der Samurai- (Krieger)-Schicht zu errichten, die ihrerseits einige hundert Jahre andau- erte. Masako war Gattin des ersten Shogun (Samurai-Herrschers) und Mut- ter zweier Söhne, die später ebenfalls den Titel von Shogunen erhielten. Sie hatte auch zwei Töchter, aber im Gegensatz zu ihrer Mutter spielten diese keine Rolle für die politische Entwicklung ihrer Epoche. Anfangs aus dem Hintergrund ihrer Residenz-Paläste in Kamakura (südlich des heutigen To- kyo), der Hauptstadt der Samurai-Elite, lenkte sie verwitwet als „Nonnen- Shogun“ (ama shogun) später selbst unmittelbar die Staatsgeschäfte. Masako wurde 1157 in der Provinz Izu, weit entfernt von den Macht- zentren in Kyoto und – später – Kamakura, geboren. Sie heiratete einen „Exilanten“: Minamoto Yoritomo (1147–99)...

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