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Schreiben in Unterrichtswerken

Eine qualitative Studie über die Modellierung der Textsorte Bericht in ausgewählten Unterrichtswerken sowie den Einsatz im Unterricht

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Henriette Hoppe

Die wissenschaftliche Untersuchung ausgewählter Deutschunterrichtswerke hat zum einen die Benutzer der Schulbücher im Blick. Auf der Grundlage von Experteninterviews können verschiedene Muster im Umgang mit einem Deutschbuch unterschieden werden. Zum anderen liegt der Fokus auf den Schulbüchern selbst. Mithilfe eines Analyserasters kann dargestellt werden, inwiefern sich Strömungen der schreibdidaktischen Diskussion in Unterrichtswerken der 90er Jahre niederschlagen. Neben der Untersuchung von Anlage und Aufbau einiger ausgewählter Deutschbücher für das Gymnasium wird bei der Analyse des Teillernbereichs Schreiben besonderes Augenmerk auf die Modellierung der Textsorte Bericht gelegt.

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1 Die Textsorte "Schulbuch": Gegenstand wissenschaftlicher Analyse und staatlicher Kontrolle 17

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Kapitel 1: Die Textsorte „Schulbuch“ 17 1 Die Textsorte "Schulbuch": Gegenstand wissenschaftlicher Analyse und staatlicher Kontrolle 1.1 Das Schulbuch und die Schulbuchforschung 1.1.1 Definition, Entstehungszusammenhänge und Funkti- onen von Unterrichtswerken Der Begriff „Schulbuch“, der auch Materialsammlungen, Nachschlagewerke (z.B. Duden), Sachbücher, Handbücher, Grammatiken oder Formelsammlungen umfasst1, wird im Folgenden spezifiziert: Unter einem „Unterrichtswerk“ soll das Schulbuch im engeren Sinne verstanden werden, und zwar insofern, als es für den Einsatz im Unterricht konzipiert ist und zu diesem Zweck von Schul- buchautoren didaktisch aufbereitete lehrplankonforme Inhalte für den Schüler bereitstellt. Ein Unterrichtswerk kann aus einem Medienverbund bestehen, d.h. neben dem Schülerband kann noch ein Übungsheft existieren, das als sogenann- tes Verbrauchsmaterial verwendet wird; außerdem können ein Lehrerband und weitere Materialien, z.B. in Form von CDs oder CD-Roms, dazugehören. Unterrichtswerke sind durch ihre Entstehungszusammenhänge geprägt: Nicht ein Autor entscheidet über Inhalte und Aufbau, sondern ein Autorenkollektiv mit Herausgeber entwickelt das Buch und tritt später hinter dem Namen des Verlags zurück. Der Verlag, der das Risiko des Vertriebes trägt, macht Vorga- ben hinsichtlich der formalen Gestaltung, des Umfangs und des Layouts. Unterrichtswerke sind massenhaft verbreitet und haben eine Lebensdauer von vielen Jahren, was oft dazu führt, dass sie veraltet sind. Dass sie dennoch wei- terhin benutzt werden, mag einerseits am hohen Kostenaufwand in der Herstel- lung liegen, andererseits daran, dass Länder und Kommunen immer weniger Geld für Lernmittel bereitstellen2. Unter anderem durch die den Eltern nicht zu-...

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