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Cú Chulainn’s Revival

Literarische Transformationen eines irischen Mythos im frühen 21. Jahrhundert

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Franziska Bock

Seit der Wiederentdeckung Cú Chulainns und seiner Stilisierung zum irischen Nationalhelden im Irish Literary Revival im 19. und 20. Jahrhundert ist das Interesse an ihm ungebrochen. Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts befassen sich Autoren unterschiedlicher Nationalitäten mit den Erzählungen um diesen irischen Helden. Auf der Basis von 18 Werken zeigt dieses Buch die Veränderungen des Helden vom Mittelalter bis in die Moderne auf und legt dar, wie sich das Bild eines Kriegers gewandelt hat. Dabei werden die Werke nicht nur im Einzelnen, sondern auch im Vergleich betrachtet, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bearbeitungen aufzuzeigen.

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3 Literarische Transformationen im frühen 21. Jahrhundert 104

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104 3 Literarische Transformationen im frühen 21. Jahrhundert Für heutige Literaturwissenschaftler und Volkskundler gibt es wohl kaum eine spannendere Frage als die nach der Wiederkehr des Mythos.287 3.1 Übersetzungen Die Bearbeitung alter literarischer Stoffe wird in moderner Zeit nicht nur durch Romanautoren vorgenommen, ob nun nacherzählend oder kreativ bearbeitend, sondern ebenso durch Übersetzungen in eine moderne Sprachform oder in eine andere Sprache. Dabei ist zwischen wissenschaftlichen und populären Überset- zungen zu unterscheiden, wobei letztere zwar in einem wissenschaftlichen Um- feld entstehen können, aber für eine breite Öffentlichkeit gedacht sind, was sich insbesondere durch die Bereitstellung von Hintergrundinformationen bemerkbar macht. Die alten Texte sollen einem Laienpublikum zugänglich gemacht wer- den, das sich, möglicherweise angeregt durch die kreativen Bearbeitungen, ge- nauer informieren möchte. Wissenschaftliche Übersetzungen hingegen sind für außerhalb der Forschung Stehende meist schwer zugänglich. Im Bereich der Keltologie sind viele Übersetzungen in Fachzeitschriften erschienen, die nur in Fachbibliotheken und aufgrund ihres Alters oder ihrer geringen Auflagenzahl kaum frei erhältlich und meist nicht erschwinglich sind. Somit greifen viele inte- ressierte Leser zu veralteten, aber zugänglichen Übersetzungen, die dem aktu- ellen Forschungsstand nicht entsprechen. Daher ist es besonders erwähnenswert, wenn für ein nichtwissenschaftliches Publikum neue Übersetzungen entstehen, die im besten Fall auf den neuesten Forschungen basieren und von Wissen- schaftlern oder Übersetzern mit großem Fachwissen angefertigt wurden. Wissenschaftliche Übersetzungen sind häufig für ein Laienpublikum zu unübersichtlich und schwer verständlich aufgrund von Kommentaren,...

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