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Zustellungsverweigerung rechtsmissbräuchlicher Klagen in Deutschland nach Artikel 13 des Haager Zustellungsübereinkommens

Zugleich ein Beitrag zum deutsch-amerikanischen Justizkonflikt

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Wolf zur Nieden

Mit dem sogenannten Napster-Beschluss untersagte das Bundesverfassungsgericht einer deutschen Rechtshilfebehörde vorübergehend, die Zustellung einer US-amerikanischen Sammelklage zu veranlassen. Diese einstweilige Anordnung des Gerichts belebte in Deutschland eine Debatte, ob im Rechtshilfeverkehr der ersuchte Staat dem fremden Auftrag bedingungslos Folge zu leisten hat oder in diesem Kontext auch nach eigenen Rechtsvorstellungen handeln darf. Das Haager Übereinkommen über die Zustellung von Schriftstücken im Ausland erlaubt eine Versagung der Rechtshilfe nur in wenigen, geradezu theoretischen Ausnahmefällen. Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob auch ein offensichtlicher oder sogar ein nur befürchteter Rechtsmissbrauch eine Zustellungsverweigerung rechtfertigen würde. Daneben beleuchtet sie die Auswirkungen des Napster-Beschlusses auf die Rechtshilfepraxis zwischen Deutschland und den USA.

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INHALTSVERZEICHNIS

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Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................... 17 Einleitung ........................................................................................................... 21 1. Einführung in die Thematik ................................................................... 21 2. Anlass der Bearbeitung ........................................................................... 21 3. Problemaufriss......................................................................................... 24 4. Gang der Bearbeitung ............................................................................. 26 Teil 1 A. Klagezustellung in Deutschland und den USA nach nationalem Recht . 29 I. In Deutschland ............................................................................................. 29 1. Ablauf und Wirkungen einer Klagezustellung ....................................... 29 a) Klagezustellung im Inland .................................................................. 29 b) Klagezustellung in das Ausland ......................................................... 30 2. Sinn und Notwendigkeit einer Klagezustellung ..................................... 31 a) Für den Beklagten ............................................................................... 31 b) Für den Kläger .................................................................................... 32 II. In den USA ................................................................................................. 33 1. Ablauf und Wirkungen einer Klagezustellung ....................................... 33 a) Klagezustellung im Inland .................................................................. 33 b) Klagezustellung in das Ausland ......................................................... 35 2. Sinn und Notwendigkeit einer Klagezustellung ..................................... 36 a) Notice .................................................................................................. 36 b) Jurisdiction ........................................................................................ 37 aa) Subject matter jurisdiction ........................................................... 37 bb) Personal jurisdiction ..................................................................... 38 cc) Abgrenzung zu venue .................................................................... 38 dd) Entwicklung des jurisdiction-Kriteriums aus dem common law.. 39 aaa) Jurisdiction über nicht im Staat ansässige Beklagte .............. 40 bbb) Jurisdiction über im Ausland ansässige Beklagte .................. 43 8 3. Zusammenfassung................................................................................... 45 4. Jurisdiction durch Zustellung im Napster-Fall ....................................... 45 III. Zusammenfassung..................................................................................... 46 B. Internationale Rechtshilfe............................................................................ 47 I. Zustellung als Hoheitsakt und fremdstaatliche Souveränität ..................... 47 II. Rechtshilfe ohne staatsvertragliche Grundlage .......................................... 48 III. Rechtshilfe beruhend auf Vertrag ............................................................. 49 C. Ablauf einer Zustellung in das Ausland nach dem HZÜ ......................... 51 I. Die Entstehung des HZÜ ............................................................................. 51 1. Abschluss und Inkrafttreten .................................................................... 51 2. Zweck des HZÜ ...................................................................................... 52 II. Die Geltung des HZÜ................................................................................. 53 III. Der persönliche und sachliche Anwendungsbereich ................................ 54 1. Persönlicher Anwendungsbereich........................................................... 54 2. Sachlicher Anwendungsbereich .............................................................. 55 a) Zivil-...

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