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Sprache – Bildung – Bildungsstandards – Migration

Chancen und Risiken der Neuorientierung des österreichischen Bildungssystems

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Edited By Rudolf Muhr and Gudrun Biffl

Dieser Sammelband versteht sich als kritische und umfassende Stellungnahme zur Neuordnung des österreichischen Bildungssystems und greift aus verschiedener Perspektive die Auswirkungen der Einführung von zentralen Lernstandstests in Form der sogenannten «Bildungsstandards» auf. Dabei wird der Zusammenhang mit den Auswirkungen der Migration in Form weit verbreiteter Mehrsprachigkeit und heterogenen Schulleistungen hergestellt und danach gefragt, ob diese Umstände in die Lernstandserhebungen einfließen und die Lernstandserhebungen in ihrer derzeitigen Form tatsächlich zur Planung des Bildungssystems betragen können. Der Sammelband möchte die Diskussion über Bildungsstandards, Migration und Neuordnung des Bildungssystems anregen und versucht Probleme und Chancen der neuen bildungspolitischen Maßnahmen im Kindergarten und im Pflichtschulwesen aufzuzeigen.

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I. Die Einführung der „Bildungsstandards“ in Österreich – Zielsetzungen und Reflexionen aus bildungspolitischer und erziehungswissenschaftlicher Sicht

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In: Rudolf MUHR / Gudrun BIFFL (Hrsg.) (2010): Sprache-Bildung-Bildungsstandards-Migration. Chancen und Risken der Neuorientierung des österreichischen Bildungssystems. Wien u.a. Peter Lang Verlag. S. 9-20. Augustin KERN Bundesministerium für Unterricht Kunst und Kultur, Österreich (augustin.kern@bmukk.gv.at) Qualitätsentwicklung durch Bildungsstandards und standardbezogene Tests 1. Nationale Bildungsstandards in der Allgemeinbildung – ein Schritt zu evidenzbasierter Bildungspolitik Für die Weiterentwicklung des Bildungssystems braucht die Bildungspolitik Rückmeldungen über die erbrachten Leistungen und den Grad der Erreichung der angestrebten pädagogischen Ziele. Die „Bildungsstandards“ und die „standardisier- te kompetenzorientierte Reifeprüfung“ sind zwei wesentliche Vorhaben, mit denen der Wechsel hin zu einer evidenzbasierten Bildungspolitik gelingen soll. Beide ha- ben inzwischen den Projektstatus abgelegt und sind durch schulrechtliche Veranke- rung zu Kernaufgaben unseres Bildungssystems geworden. Das aktuelle Regierungsprogramm spricht die beiden oben genannten Vor- haben im Kapitel Bildung unter Punkt 8, Qualitätssicherung, als wesentliche Ziele der Regierungsarbeit an. Aufgrund des Umfanges, der Verstetigung und der Her- ausforderungen der damit verbundenen Entwicklungs-, Umsetzungs- und Evaluati- onsarbeit können wir durchaus von nationalen Aufgabenstellungen sprechen. Es sind – im Sinne von Governance - alle Systemebenen aufgerufen, konstruktiv und verantwortungsvoll dabei mitzuwirken. 2. Beteiligte Institutionen und ihre Funktionen Dem Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE) kommt dabei eine zentrale Rolle zu, gehört doch zu seinen Kernaufgaben sowohl das Bildungsmonitoring (u.a. Überprüfung der nationalen Bildungsstandards), als auch die Entwicklung, Implementierung, Auswertung und begleitende Evaluierung der standardisierten, kompetenzorientier- ten Reifeprüfung an höheren Schulen. 10 Abb. 1 Struktur und Funktionen der...

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