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Die Rota Romana

Wesen und Wirken des päpstlichen Gerichtshofes im Wandel der Zeit

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Stefan Killermann

Die Rota Romana ist eine der ältesten bestehenden Institutionen des Abendlandes. Als Ausdruck des päpstlichen Primates in Gerichtssachen nahm sie im Laufe des Spätmittelalters Gestalt an. Ihre konkrete Aufgabenstellung hat sich seitdem mehrfach gewandelt. Papst Pius X. verdankt sie ihre noch heute maßgebende Neuausrichtung.
Die Studie versteht sich als rechtshistorische Gesamtdarstellung. Sie will aufzeigen, welche Funktionen die Rota jeweils zeitbedingt wahrnahm und welche Bedeutung ihr auch weiter in der Kirche zukommt. Gesetzliche Bestimmungen, partikularrechtliche Sonderregelungen und die praktische Umsetzung des Auftrags werden dazu eingehend untersucht. Ausführlich wird auf die gegenwärtig geltenden Bestimmungen eingegangen. Viele ausgewertete Quellen sind bisher unveröffentlicht.

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Achtes Kapitel: Die Vervollkommnung. Die umfassende Revision der Gesetzesgrundlagen unter Papst Johannes Paul II. (1983 bis 2005)

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Achtes Kapitel Die Vervollkommnung Die umfassende Revision der Gesetzesgrundlagen unter Papst Johannes Paul II. (1983 bis 2005) Den Reformbestimmungen, die im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil Veränderungen für die Rota und deren Auftrag in der Kirche mit sich gebracht hatten, sollte nur eine kurze Geltungsdauer beschieden sein. Waren ei- nige von ihnen von vornherein nur als Übergangslösungen gedacht, so erwiesen sich bald auch die übrigen als vorläufige Regelungen, die bei der geplanten Re- vision des gesamten kirchlichen Rechts entweder sanktioniert oder aber einer erneuten Modifizierung unterworfen werden mussten. Auf der Grundlage des neuen ius commune Ecclesiae erwuchs dann die Möglichkeit, auch partikular- rechtliche und gerichtsinterne Normen mit Bezug auf die allgemein gültige Ord- nung neu festzulegen. Gleichzeitig aber bestand auf diese Weise die Aussicht, erstmals sämtliche für das Gericht relevanten Gesetze innerhalb weniger Jahre durch Reformierung und Vervollständigung zu einem einheitlichen Ganzen werden zu lassen. Im Folgenden wird daher genauer zu untersuchen sein, inwieweit dadurch Auftrag und Funktion des Gerichts an der Wende zum dritten Jahrtausend noch eindeutiger bestimmt wurden, acht Jahrhunderte nach Entstehung und mehr als neun Jahrzehnte nach Wiedererrichtung der Rota. 1. Die Rota im neuen Corpus Iuris Canonici Drei Dokumente sind es gegenwärtig vor allem, die Stellung und Zustän- digkeit der Rota universalrechtlich regeln: der Codex luris Canonici von 1983, 328 Die Vervollkommnung 8. Kapitel die Apostolische Konstitution Pastor Bonus von 1988 und der Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium von 19901. Sie sind nicht nur zeitlich,...

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