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Helfen Praxistage bei der Berufswahl?

Lothar Beinke

Praxistage sollen Hauptschülern helfen, ihre Berufsorientierung zu verbessern. Diese Reduktion schulischen Lernens gegen die Konfrontation mit der Praxis bringt für die Schüler keinen Gewinn für ihre Berufsentscheidung. Bis zu 80 Tage dieser Praxis heißt Werkeln, bringt aber keinen Erkenntnisgewinn. Die Vereinzelung der Kontakte durch die Verteilung auf zumeist einen Tag je Woche verstellt Zusammenhänge, Schulen suchen verzweifelt Kontakte zu Betrieben. Ähnliche Versuche sozialistischer Pädagogik in der DDR sind gescheitert. Etwas über Berufe lernen zu wollen aus vielen Praxistagen ist naiv, das zeigen die Schülerantworten über Praxiserlebnisse und Lehrer in Interviews.

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Inhaltsverzeichnis

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Praxistage und Berufswahl 11 Zur Konzeption der Betriebs- oder Praxistage 23 Das niedersächsische Modell der Praxistage 33 Befragung zur praktischen Arbeit 41 Ergebnisse der Interviews 47 Lernen und Praxis als Wege zum Beruf — Ein Ziel des Faches Arbeitslehre 59 Praxistage — Schülerfirmen 67 Die DDR-Praxistage oder „Tage in der Produktion" 71 Praxistage an bisherigen Beispielen 79 Zusammenfassung der Ergebnisse der Praxistage 87 Literaturverzeichnis 93 Anhang 97 7 Vorwort Als nach Einführung des Faches Arbeitslehre zu seiner Unterstützung der schu- lische Auftrag zur Aufnahme der Berufsorientierung etabliert werden sollte, schlossen sich KMK, BA und Bildungsrat den Vorschlägen des Deutschen Aus- schusses an, als tragende Veranstaltungen, Betriebserkundungen und Betriebs- praktika einzurichten, die über ihre Grundkonstruktion den Schülern durch Be- gegnungen und Tätigkeiten in Betrieben der Wirtschaft Eindrücke der Wirt- schaftspraxis zu vermitteln. Die Betriebspraktika — nach anfänglichen kontro- versen Diskussionen um die zentralen Zielstellungen — haben sich inzwischen in der Regel zwei- bis vierwöchige Formen und in Kombinationen mit ein oder zwei Praktika mit differenzierten Aufgabenspektren als fester Bestandteil in den Schulen — besonders den Haupt- und Realschulen — bewährt, Informationskon- takte über Betriebsrealitäten zu vermitteln. Durch den Dreischritt: Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung, konnte erreicht werden, dass die Eindrücke, Er- fahrungen und Informationen wegen der Vertrautheit durch die Kontinuität der betrieblichen Präsenz als Bildungsteil der Arbeitslehre im Rahmen der Berufs- orientierung stützend wirksam sein können. All dieses erscheint durch die Häppchenkultur von einzelnen „Betrieb- und Praxistagen" nicht erreichbar. Auch...

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