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Perspektiven der Sicherheitsforschung

Beiträge aus dem Forschungsforum Öffentliche Sicherheit

Edited By Lars Gerhold and Jochen Schiller

Öffentliche Sicherheit ist zu einer zentralen Aufgabe für Politik und Wissenschaft geworden. Die Herausforderungen des Forschungsfeldes betreffen dabei die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Fachgebiete und Disziplinen. Perspektiven der Sicherheitsforschung führt die Heterogenität und Komplexität des Themenfeldes «Sicherheit» anhand aktueller Forschungsbeiträge aus geistes- und sozialwissenschaftlichen sowie technik- und naturwissenschaftlichen Blickwinkeln in einem gemeinsamen Werk zusammen. Die Expertinnen und Experten aus dem Wissenschaftlichen Beirat des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit widmen sich dabei dem breiten Spektrum von Sicherheit im Sinne technischer Lösungen zum Schutz der Bevölkerung bis hin zur Frage des Umgangs mit Unsicherheit als Beschreibungsmerkmal unserer Gesellschaft.

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Lars Gerhold, Marie-Luise Beck, Jochen Schiller: Zwischen Sicherheit und Unsicherheit: Herausforderungen eines interdisziplinären Diskursfeldes

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13 Zwischen Sicherheit und Unsicherheit: Herausforderungen eines interdisziplinären Diskursfeldes Lars Gerhold Marie-Luise Beck Jochen Schiller Die veränderten Gefahren- und Risikolagen, der technologische und gesellschaftliche Wandel haben seit Beginn des neuen Jahrtausends dazu geführt, dass sich Sicherheitsforschung als eigenständiges Forschungsfeld in Europa und in Deutschland etabliert hat. Spätestens durch die Aufnahme des Themenschwer- punktes „Security“ in das 7. Europäische Forschungsrahmenprogramm1 sowie die Aufnahme des Themenfeldes „Sicherheit“ in die Hightech-Strategie der Bundesregierung2, welche jeweils 2007 erfolgten,3 ist Sicherheitsforschung auch ein politisch definiertes Aufgabengebiet. Sowohl die Europäische Union (EU) als auch die Bundesrepublik verfolgen ihre entsprechenden Forschungs- programme über die ersten Förderzeiträume hinaus weiter, die EU im Rahmen von „Horizon 2020 – The Framework Programme for Research and Innovation“ bis zum Jahr 2020 und die Bundesrepublik in der Fortführung des Sicherheits- forschungsprogramms bis 2017. Es wird folglich Forschungsbedarf gesehen, welcher Derivat einer Vulnerabilitäts- betrachtung anhand identifizierter Gefahren und Risiken sowie politisch und gesellschaftlich artikulierter Sicherheitsbedürfnisse ist. Das erst 2004 gegründete Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) identifizierte bereits 2005 Naturereignisse (Sturm, Niederschläge, Erdbeben), Ereignisse biolo- gischer, chemischer, radiologischer oder technischer Art sowie gesellschafts- bezogene Ereignisse (politisch-militärische Ereignisse, Terrorismus, organisierte Kriminalität) als zentrale Gefahrenpotenziale für Staat, Wirtschaft und Gesell- schaft (BBK, 2005, S. 9–41). Die Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern erweiterte diese Zusammenstellung zuletzt um die Gefahrenbereiche „Daten- netzbezogene Gefahren“, „Gefahren durch starke elektromagnetische Felder“ und 1 Für weitere Informationen zum Themenschwerpunkt „Security...

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