Show Less

Psychologie im Leistungssport

Ein Ratgeber für die Praxis mit Beiträgen prominenter Athletinnen und Athleten- Unter Mitarbeit von Eva Petermann, Maike Söker und Jutta Padberg

Series:

Martin K. W. Schweer

Die Bedeutung mentaler Fitness und psychischer Stabilität wird mittlerweile gerade auch für den Leistungssport angeregt diskutiert. Das Buch widmet sich praxisnah diesem Thema, es verdeutlicht die psychologischen Bedingungen mentaler Fitness und psychischer Stabilität und zeigt Möglichkeiten ihrer Optimierung auf. Angereichert wird der theoretische Input durch Interviews mit namhaften Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Disziplinen: Katrin Apel, Dieter Baumann, Petra Behle, Markus Beyer, Sabine Braun, Frank Busemann, Rudi Cerne, Eberhard Gienger, Michael Groß, Thomas Helmer, Patrik Kühnen, Lothar Leder, Jens Lehmann, Peter Sendel, Dieter Thoma und Mandy Wötzel.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

2 Zentrale Einflüsse auf mentale Fitness und psychische Stabilität

Extract

Mentale Fitness und psychische Stabilität sind natürlich das Ergebnis einer Viel- zahl von unterschiedlichen Faktoren. Obwohl immer noch nicht selten die Vor- stellung anzutreffen ist, dass es sich hierbei um in erster Linie angeborene und dementsprechend kaum zu verändernde Größen handelt, wissen wir jedoch aus umfänglichen wissenschaftlichen Arbeiten mittlerweile, dass das Gegenteil der Fall ist: Wenngleich selbstverständlich jeder Mensch eine spezifische genetische Ausstattung aufweist, so ist die Persönlichkeit, die er im Laufe seines Lebens herausbildet, doch ganz entscheidend von den Erfahrungen abhängig, die er mit seiner sozialen Umwelt macht. Dies fängt in der Familie an, geht über den Kin- dergarten und die Schule weiter, schließt im weiteren Lebensverlauf Begegnun- gen mit Freunden und Arbeitskollegen ein usw. Jeder Mensch entwickelt sich insofern von Geburt bis zum Tod ständig weiter, menschliche Entwicklung ist eine lebenslange Aufgabe und ein lebenslanger Prozess, da der Mensch ja immer wieder neue Anregungen aus seiner Umwelt bekommt und immer wieder neue Erfahrungen sammelt, die sich in seinem Erleben und Verhalten manifestieren. Auf Basis dieser Überlegungen lassen sich nunmehr einige wichtige Schlussfolgerungen für den Kontext Sport ableiten: 1. Jedes Verhalten eines Menschen ist veränderbar – im positiven, aber auch im negativen Sinn. Dies ist umso leichter, je weniger verfestigt ein Verhalten bereits ist, d. h. Einflüsse in der Kindheit und Jugend wirken sich folgenreicher aus als Einflüsse im hohen Lebensalter. 2. Niemand kann sich damit aus der Affäre ziehen, dass „er halt so...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.