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Beiträge zur Sprechwissenschaft II

Die Behandlung gestörter S-Laute- Sprechkundliche Beiträge zur Therapie der Sigmatismen- Herausgegeben von Eva-Maria Krech- Mit einem Beitrag von Volkmar und Renate Clausnitzer

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Eva-Maria Krech

Der Band II der «Beiträge zur Sprechwissenschaft» enthält den Neudruck des Standardwerkes «Die Behandlung gestörter S-Laute» (1955). Nach einer Einführung in die Systematik der Sigmatismen wird über unterschiedliche Behandlungsformen informiert. Schwerpunkt bildet die Analyse von 169 Therapieverläufen, durchgeführt am Institut für Sprechkunde. Im Ergebnis wird der Sigmatismus als Sprachstörung identifiziert, die weitgehend mit der Gesamtpersönlichkeit verbunden ist. Ihre Behandlung kann daher keine bloße Oberflächenkorrektur sein, sondern muss den Patienten in seiner psychophysischen Ganzheit einbeziehen. Dafür entwickelt Hans Krech seine kombiniert-psychologische Übungstherapie, die hier erstmals beschrieben wird.

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3 Die Anwendung der Therapien in der Praxis 51

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51 3 Die Anwendung der Therapien in der Praxis 3.1 Übersicht über die Therapieverläufe Es wurden insgesamt 169 Therapieverläufe ausgewertet, die sich mit Ausnahme von 12 Fällen auf die Zeit von 1946-1953 ver teilen: Tab.1: Sigmatismus-Therapien zwischen 1931 und 1953 1931 4 1946 7 1932 2 1947 10 1933 3 1948 14 1940 1 1949 12 1943 1 1950 28 1944 1 1951 18 1952 32 1953 36 ges.: 12 Behandlungen ges.: 157 Behandlungen Diese Aufteilung ergibt sich aus der Struktur des Institutes. Während von 1931 bis 1945 lediglich der Leiter mit stundenweisen Hilfskräften die Behandlungen durchführen musste, konnte bis März 1952 über sechs Fach- kräfte verfügt werden, denen für Aufnahmen und spezielle Vorbereitungen ein gut eingearbeiteter technischer Assistent zur Seite stand. Die Ausrichtung der Therapien erfolgte in Vorbesprechungen, ohne jedoch irgend- welche Schematisierungen und Methoden zu fordern. Alle Patienten wurden ab- schließend vom Instituts direktor, zumindest in Schallaufnahmen, abgehört. Meist geschah die Endbeurteilung vor einer Fachkommission. Als Kriterium galt in jedem Fall etwa nach dem vom Verfasser vorgeschlage- nen Ablauf1 die Behauptung im Spontansprechen. Für die Abschluss- oder Zwi- schenaufnahmen wurde die Stimme des Behandlers für die Zischlautleistung des Mikrofones als Vergleich mit herangezogen bei grundsätzlicher Verwendung von 52 Kondensatormikrofonen mit Einsprechabstand von 40-50 cm. Bei Kin dern fand die Aufnahme vor liegender Mikrofonfl asche im Sitzen statt. Die Patienten waren auf die Aufnahme gleichmäßig vorbereitet. Als Heimatzugehörigkeit der Behandelten kann nach...

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