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Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation

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Friedrich Lenz and Stephan Schlickau

Interne Diversität, aber auch zunehmender internationaler Austausch kennzeichnen moderne Gesellschaften. Mit den daraus erwachsenden Herausforderungen beschäftigte sich das interdisziplinäre Promotionskolleg Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation. Ziel war es, die von unterschiedlichen Bezugswissenschaften ausgehende Forschung in einen Zusammenhang zu stellen und miteinander zu verzahnen. Dieser Sammelband repräsentiert die wichtigsten Ergebnisse und basiert auf der Erforschung von vier Bereichen, nämlich Diversität in Bildung, Management und Recht, Interkulturelle und (mehr-)sprachliche Kompetenz in Schule und Unterricht, Ästhetik der Interkulturalität sowie Interkulturelle Kommunikation. Der Band informiert so über unterschiedliche Zugänge und Inhalte der Erforschung von Interkulturalität und will zu eigenen Arbeiten auf diesem zunehmend relevanten Feld inspirieren.

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Formen und Funktionen der Relevantsetzung nationaler Kategorien in deutsch-chinesischen Besprechungen: Peter Jandok

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Formen und Funktionen der Relevantsetzung nationaler Kategorien in deutsch-chinesischen Besprechungen Peter Jandok 1. Einleitung Durch phänotypische Merkmale eines oder mehrerer Interaktanten (vgl. Hausen- dorf (2007: 406)), durch einen nichtmuttersprachlichen Akzent (vgl. Mori (2003)) oder durch eine vorangegangene Kurzvorstellung (vgl. Keim (2002)) scheint die ethnische bzw. nationale Kategorie zur Lösung der kommunikativen Aufgaben Kennenlernen in vorrangig informellen Erstbegegnungen besonders häufig relevant gemacht zu werden. An der sprachlichen Oberfläche wird dies zum Beispiel an zahlreichen „Erkundungsfragen“ deutlich (Keim (2002: 248)). Where the setting was not drawn upon, unacquainted conversationalists generated topical talk by the use of question-answer pairs of two basic types. One type is the categorization sequence; the other is the category-activity sequence. (Maynard/ Zimmerman (1984: 305)) Maynard/Zimmermann (1984: 306) begründen den systematischen Versuch der gegenseitigen Kategorisierung – in ihrem Fall in arrangierten Erstbegegnungen – mit ˮcommon-sense knowledge“. Dadurch wäre es für die Interaktanten mög- lich, Gemeinsamkeiten zu eruieren und daran anknüpfend weitere Gesprächs- themen auszuloten. In formellen wirtschaftsbezogenen Kontexten haben Rasmussen (2000) und Frohnen (2005) festgestellt, dass Interaktanten die explizite Relevantsetzung der nationalen Kategorie als dispräferiert kennzeichnen, indem sie sie vermeiden bzw. mit zahlreichen Hesitationsmarkern vorbringen: „Auffällig war (...) in allen Interviews, dass die Antworten auf die Fragen nach nationalen Differenzen sehr zögerlich gegeben wurden“ (Frohnen (2005: 200)). In meinen Daten zeigen die Gesprächspartner, mit einer einzigen Ausnahme, auch nicht, dass sie diese unterschiedlichen Verhaltensweisen auf bestimmte National- oder Subkulturen beziehen. De facto scheint in diesen Interaktionen die Zuordnung...

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