Show Less

Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation

Series:

Edited By Friedrich Lenz and Stephan Schlickau

Interne Diversität, aber auch zunehmender internationaler Austausch kennzeichnen moderne Gesellschaften. Mit den daraus erwachsenden Herausforderungen beschäftigte sich das interdisziplinäre Promotionskolleg Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation. Ziel war es, die von unterschiedlichen Bezugswissenschaften ausgehende Forschung in einen Zusammenhang zu stellen und miteinander zu verzahnen. Dieser Sammelband repräsentiert die wichtigsten Ergebnisse und basiert auf der Erforschung von vier Bereichen, nämlich Diversität in Bildung, Management und Recht, Interkulturelle und (mehr-)sprachliche Kompetenz in Schule und Unterricht, Ästhetik der Interkulturalität sowie Interkulturelle Kommunikation. Der Band informiert so über unterschiedliche Zugänge und Inhalte der Erforschung von Interkulturalität und will zu eigenen Arbeiten auf diesem zunehmend relevanten Feld inspirieren.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Lizenz zum Inszenieren: Funktionen direkter Redewiedergaben unter Bedingungen institutioneller Asymmetrie und Fremdsprachlichkeit: Astrid Porila

Extract

Lizenz zum Inszenieren: Funktionen direkter Redewiedergaben unter Bedingungen institutioneller Asymmetrie und Fremdsprachlichkeit Astrid Porila 1. Einleitung Wenn sich die sprachwissenschaftliche Diskursforschung67 mit Funktionen des sprachlichen Musters68 der direkten Redewiedergabe beschäftigt, konzentriert sie sich meist auf dessen Einsatz in narrativen Kontexten. In diesem Beitrag untersuche ich aus der methodischen Perspektive der funktional-pragmatischen Diskursanalyse die Funktionen direkter Rede in nicht- narrativen institutionellen Diskursen. Dabei handelt es sich um die Institution ‚Ausländerbehörde‛, für die starke Asymmetrien im Machtpotential und in den Wissensbeständen der beiden Aktantenparteien charakteristisch sind. Die dieser Kommunikation inhärente Fremdsprachlichkeit verstärkt die Asymmetrie zusätzlich. Im Artikel wird analysiert, welche Funktionen die von den Institutionsver- tretern verwendeten Wiedergaben der fiktiven Rede und Gedanken von Behör- denklienten haben und wie diese Funktionen mit der institutionellen Spezifik zusammenhängen. Es wird gezeigt, dass – statt der schon häufig konstatierten Zeugnisfunktion – Redewiedergaben in diesem Korpus zum einen zur Unter- stützung des nicht-Muttersprachlers und Laien in der Hörerposition dienen. Zum anderen haben sie deeskalative, motivierende und entlastende Funktionen. Schließlich stellen sie eine sprachliche Form dar, durch der Agent soziale Dis- tanz zu seinen Klienten regulieren kann und die von der ‚Inszenierungsmacht‘ der Behördenvertreter zeugt. 2. Positionierung der Arbeit im Forschungszusammenhang Wenn aktuelle Sprecher in einem Diskurs Worte zitieren, die außerhalb der Sprechsituation geäußert oder gedacht wurden oder werden (können), spricht die linguistische Forschung von Redewiedergaben. 67 Den Terminus ‚Diskursforschung‘ verwende ich mit Verweis auf Becker-Mrotzek (1992) als Oberbegriff f...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.