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Die Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio als Möglichkeit zum selbstständigen Erarbeiten fremdsprachlicher Kompetenzen

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Maria-Antonia Kontostathi

Mit der Veröffentlichung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) im Jahre 2001 wurde versucht, für Fremdsprachenlerner in Europa ein allgemeines Bewertungskonzept zur Verfügung zu stellen, das als Orientierungshilfe im sprachlichen Bereich fungieren soll. Das Ziel dieser Studie liegt in der Evaluation des innovativen Potenzials des Europäischen Sprachenportfolios (ESP), einer Folgeveröffentlichung des GER. Zu diesem Zweck wurde die Arbeit mit dem ESP bei Schülern der 7. Klasse an dem griechischen Gymnasium in Dortmund in einem Zeitraum von fünf Monaten dokumentiert. Das Augenmerk richtete sich dabei auf die Selbstreflexionsprozesse, die bei den Schülern durch die Auseinandersetzung mit den Kann-Beschreibungen des ESPs ausgelöst wurden. Die Auswirkung der Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio wurde auf der Grundlage qualitativ-empirischer Erhebungen untersucht. Insgesamt wurde eine Akzeptanz des gesamten ESPs festgestellt und es ließ sich ein starkes Argument für die Arbeit mit dem Portfolio ableiten. Offensichtlich gelang es mit der Portfolioarbeit, auch schwächere Schüler in besonderer Weise anzusprechen und zu motivieren.

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8. Untersuchungsgegenstand

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Das ESP gewinnt in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum zunehmend an Bedeutung. (Vgl. Kap. 4.3.1) Eine wichtige Studie im Jahre 2006 von Frau Dr. Grinner zur Implementierung des ESPs, die in einigen Hauptschulen Österreichs durchgeführt wurde, gibt einen Überblick über die Verankerung des ESPs und dessen Wirksamkeit in der Schulrealität dort. (Vgl. Grinner 2007, S. 38–39) Im Rahmen dieser Untersuchung wurden jedoch von einigen der 24 Lehrerinnen, die die Endfassung des österreichischen ESPs für die Zielgruppe der 10- bis 15-jäh- rigen erprobten, massive Probleme im Umgang mit dem Material des ESPs, bei- spielsweise im Umgang mit den Checklisten des ESPs sowie mit dem Zeitaufwand im Zusammenhang mit dem ESP festgestellt. (Vgl. Grinner 2007, S. 38–39) Zu ähn- lichen Ergebnissen (z. B. Probleme bei der Auseinandersetzung mit dem Material, den Checklisten sowie beim Nachvollziehen des Sinns des ESPs) kam die Untersu- chung des Europäischen Sprachenportfolios im Kontext der Jugendberatungsstelle und des Deutschen Jugendinstituts, wie im Kapitel 4.3.3 bereits erwähnt wurde. In diesem Zusammenhang wurde im Rahmen der vorliegenden Arbeit darauf geach- tet, dass Schüler bei der Erstbegegnung mit dem ESP von zusätzlichem Material- und Zeitaufwand nicht überfordert wurden bzw. ihnen der Sinn der Arbeit mit dem ESP verdeutlicht wurde. Dazu liegt ein konkreter Vorschlag zur effizienten Gestaltung der Erstbegegnung mit dem ESP vor. (Vgl. Kap. 7) Um den Versuchsaufbau genauer zu erläutern, soll an dieser Stelle Näheres über die Probandengruppe gesagt werden. Im voraus soll darauf aufmerksam gemacht...

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