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Das deutsche Kindschafts- und Abstammungsrecht und die Rechtsprechung des EGMR

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Pia Maria Schulze

Im Focus der Weiterentwicklung der deutschen Gesetzgebung und Rechtsprechung in den Bereichen des Sorgerechts, des Umgangsrechts und des Abstammungsrechts stehen die Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kindern, die Stärkung der Rechte nichtehelicher Väter und die Hervorhebung der Bedeutung der genetischen Abstammung. Motor bisheriger Reformen war häufig das BVerfG. Doch in den letzten Jahren hat die Einflussnahme der Rechtsprechung des EGMR auf das deutsche Familienrecht durch pressebekannte Entscheidungen erheblich zugenommen. Was hat es auf sich mit diesem in Straßburg beheimateten Gerichtshof, der Deutschland wiederholt Verletzungen der Menschenrechte vorwirft? Beruht die unmittelbar bevorstehende Reformierung des Sorgerechts nichtehelicher Väter auf einer solchen Verurteilung Deutschlands? Stehen Grundtendenzen des EGMR wie die starke Betonung der Rechte leiblicher Eltern nicht im Gegensatz zur Vorrangstellung des Kindeswohls im deutschen Recht? Diese Arbeit dient der Untersuchung der Relevanz der Rechtsprechung des EGMR für das deutsche Familienrecht. Mit Hilfe einer systematischen Betrachtung aktueller Entscheidungen des EGMR werden Grundsätze und Anforderungen seiner Rechtsprechung sowie deren Auswirkungen herausgearbeitet und mit den geltenden Regelungen des deutschen Familienrechts sowie deren Anwendung unter Berücksichtigung humanwissenschaftlicher Beurteilungskriterien in Beziehung gesetzt.

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Literaturverzeichnis

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Ahnert, Lieselotte: Frühe Bindung – Entstehung und Entwicklung, München, Basel, 2004, zitiert: Bearbeiter in Ahnert (2004), S. Altrogge, Alexandra: „Diskriminierung eines nichtehelichen Vaters mangels ge- setzlicher Regelung zur gerichtlichen Prüfung eines gemeinsamen Sorge- rechts?“, FamFR 2010, S. 73 ff. Altrogge, Alexandra: „Nichtehelicher Vater und Sorgeerklärung“, FPR 2008, S. 154 ff. Altrogge, Alexandra: Umgang unter Zwang: Das Recht des Kindes auf Umgang mit dem umgangsunwilligen Elternteil, Bielefeld, 2007, zitiert: Altrogge (2007), S. Balloff, Rainer: „Vom Gehilfen zum Vermittler? – Die Rolle des Sachverstän- digen im Verfahren“, FF 2008, S, 98 ff. Balloff, Rainer: „Der Sachverständige im Umgangsverfahren“, FPR 2007, S. 288 ff. Balloff, Rainer: „Die Bedeutung des Vaters für die Entwicklung des Kindes“, FPR 2005, S. 210 ff. Balloff, Rainer: „Literaturempfehlung zu „Bindungen – Das Gefüge psychischer Sicherheit“ von Karin und Klaus Grossmann“, FPR 2005, S. 213 ff. Balloff, Rainer: Kinder vor dem Familiengericht, München, Basel, 2004, zitiert: Balloff (2004), S. Balthasar, Stephan: Anmerkung zur Entscheidung des BVerfG vom 13.02.2007, Az. 1 BvR 421/05, JZ 2007, S. 635 ff. Beger-Oelschlegel, Sandra: Anmerkung zum Beschluss des OLG Hamm vom 07.10.2010, Az. 2 WF 211/09, FamFR 2010, S. 525. Benda, Ernst: „Verkehrtes zum Verkehrsrecht – Anmerkung zu den EGMR- Urteilen Sommerfeld, Elsholz und Sahin gegen Bundesrepublik Deutschland“, EuGRZ 2002, S. 1 ff. Bergmann, Alexander Ferid, Murad: Internationales Ehe- und Kindschafts- recht, Stand 184. Lieferung, Frankfurt a. M., November 2009, zitiert: Berg- mann/Ferid/Bearbeiter, Land, Lieferung, Stand, S. Bernhardt, Rudolf: „Anmerkung zur Rechtsfortbildung und Rechtsschöpfung durch internationale Gerichte“, in...

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