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Translationswissenschaftlicher Nachwuchs forscht

IATI-Beiträge II

Series:

Lew Zybatow and Michael Ustaszewski

Die IATI (International Academy for Translation and Interpreting), gegründet 2003 als Nachfolgeorganisation der CUITI-Akademie, bietet mit ihren Sommerschulen «SummerTrans» unter dem Motto «Translationstheorie trifft Translationspraxis» ein Aus- und Fortbildungsprogramm zu Themen und Berufsprofilen, die in den universitären Studienprogrammen kaum eine Rolle spielen, in der Praxis aber stark nachgefragt sind, wie multimediales und literarisches Übersetzen, Filmsynchronisation und Untertitelung, Softwarelokalisierung, Website-Translation, moderne Translationstechnologien u. a. Außerdem richtet jede SummerTrans eine PhD-School aus, zu der DoktorandInnen und HabilitandInnen vor Vertretern der Internationalen Scientific Community und den anwesenden ProfessorInnen ihre wissenschaftlichen Projekte vor- und zur Diskussion stellen. Der Band enthält 13 Beiträge der PhD-School zur SummerTrans IV, die im Juli 2011 in Wrocław (Polen) stattgefunden hat.

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PRAGMATISCHE STRUKTUR DES SPRECHAKTES DER ENTSCHULDIGUNG: SPRACHLICHE REALISIERUNGSMITTEL: Oleksandra Shumiatska, Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw (Ukraine)

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PRAGMATISCHE STRUKTUR DES SPRECHAKTES DER ENTSCHULDIGUNG: SPRACHLICHE REALISIERUNGSMITTEL Oleksandra Shumiatska, Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw (Ukraine) Die Entschuldigung gehört zu den expressiven Sprechakten, deren illokutionärer Zweck darin besteht, eine bestimmte psychische Einstellung zu einem im propo- sitionalen Gehalt spezifizierten Sachverhalt auszudrücken (Searle 1982, 34). Der Sprechakt der Entschuldigung grenzt aber an direktive (Bitte, Aufforderung) und kommissive (Versprechen) Sprechakte, und zwar an solche Sprechakte wie Bitte, Aufforderung, Versprechen. Die Entschuldigung soll auch vom Sprechakt der Rechtfertigung abgegrenzt sein. Um die Entschuldigung von anderen Sprechakten abzugrenzen, gebrauche ich solche Kriterien wie: 1. Der Sprechakt der Entschuldigung hat zwei Seiten: den Kläger (Sprecher) und den Beklagten (Hörer). 2. Eine Entschuldigung setzt eine Verletzung (V), die den Hörer verletzt hat, voraus, für die sich der Sprecher entschuldigen möchte. 3. Die Entschuldigung geht immer vom Sprecher (Kläger) aus. 4. Die Entschuldigung braucht immer einen Adressaten, der wissen muss, worauf sich die Entschuldigung bezieht. 5. Der Sprecher gesteht die Verantwortung für sein Verhalten (seine Tat) ein, er bewertet seine Handlung als negativ für den Beklagten, er bedauert bzw. bereut sie. 6. Der Kläger hofft darauf, dass seine Entschuldigung von dem Beklagten wahrgenommen wird. Das expressive Sich Entschuldigen gilt als Ausdruck des Bedauerns eines vom Sprecher herbeigeführten Sachverhalts, es umfasst nicht die Begründung des eigenen Verhaltens, die für Sich Rechtfertigen kennzeichnend ist. Nach Susanne Marten-Cleef (1991) beinhalten expressive Sprechhandlungen vom Typ Sich Entschuldigen die Übernahme der Verantwortung für eine Hand- lung oder...

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