Show Less

Translationswissenschaftlicher Nachwuchs forscht

IATI-Beiträge II

Series:

Lew Zybatow and Michael Ustaszewski

Die IATI (International Academy for Translation and Interpreting), gegründet 2003 als Nachfolgeorganisation der CUITI-Akademie, bietet mit ihren Sommerschulen «SummerTrans» unter dem Motto «Translationstheorie trifft Translationspraxis» ein Aus- und Fortbildungsprogramm zu Themen und Berufsprofilen, die in den universitären Studienprogrammen kaum eine Rolle spielen, in der Praxis aber stark nachgefragt sind, wie multimediales und literarisches Übersetzen, Filmsynchronisation und Untertitelung, Softwarelokalisierung, Website-Translation, moderne Translationstechnologien u. a. Außerdem richtet jede SummerTrans eine PhD-School aus, zu der DoktorandInnen und HabilitandInnen vor Vertretern der Internationalen Scientific Community und den anwesenden ProfessorInnen ihre wissenschaftlichen Projekte vor- und zur Diskussion stellen. Der Band enthält 13 Beiträge der PhD-School zur SummerTrans IV, die im Juli 2011 in Wrocław (Polen) stattgefunden hat.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

METAPHERN UND METONYMIEN IN (FESTEN) WORTVERBINDUNGEN DER DEUTSCHEN UND POLNISCHEN JURISTISCHEN FACHSPRACHE: Rafał Szubert, Universität Wrocław (Polen)

Extract

METAPHERN UND METONYMIEN IN (FESTEN) WORTVERBINDUNGEN DER DEUTSCHEN UND POLNISCHEN JURISTISCHEN FACHSPRACHE Rafał Szubert, Universität Wrocław (Polen) 1. Einleitung Im Titel meines Beitrags sind zwei mich interessierende Phänomene erwähnt, d.h. Metaphern und Metonymien. Das dritte Phänomen, das der von mir behan- delten Problematik eigentlich zugrunde liegt, ist die Rechtssprache. Die Rechts- sprache ist hier derjenige Parameter, der in meiner Untersuchung die Weichen stellt. Sie soll präzise und ökonomisch sein. Die Verwirklichung dieser Desidera- te in juristischen Texten kann unter Anwendung von Metaphern und Metony- mien meiner Ansicht nach nicht selten zu einer kommunikativen Widersprüch- lichkeit führen.1 1 Diese Widersprüchlichkeit ist deutlich zu sehen, wenn man den Informationsgehalt der juristischen Texte, in denen juristische Sachverhalte mit Hilfe von Metaphern und von Metonymien zur Sprache gebracht sind, auf die Konversationsmaximen von Grice hin überprüft, d.h. auf die Maxime der Quantität, die besagt: „Mach deinen Beitrag so in- formativ wie notwendig und nicht informativer als notwendig“ (Vater 1994, 189). Wie Vater schreibt, kann diese Maxime aus verschiedenen Gründen verletzt werden, und er führt eine Aussage des Arztes („Der Pulsschlag ist regelmäßig“) als Antwort auf die Frage nach dem Befinden eines Kranken an, die völlig der Wahrheit entsprechen kann – und insofern in Einklang mit der Maxime der Qualität ist – „aber nicht die ganze Wahrheit enthalten muss, z.B. dass entscheidende Körperfunktionen gestört sind“ (Va- ter 1994, 189 ff.). Ebenso können normerzeugende metaphern- und/oder metonymien- trächtige...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.