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Der grüne Baron

Georg Heinrich von Langsdorff, der Humboldt Brasiliens, und seine Expedition von Rio de Janeiro zum Amazonas 1822-1829

Dieter Strauss

Der grüne Baron. Weltumsegler, Generalkonsul des Zaren in Rio de Janeiro, Mediziner, Naturwissenschaftler, Forscher, Autor und Leiter einer langjährigen Brasilienexpedition mit erstklassigen Forschungsergebnissen auf den Gebieten der Botanik, Zoologie, Geografie, Medizin, Ethnologie und Linguistik. Baron Georg Heinrich von Langsdorff erschließt von 1822 bis 1829 Neuland unter ungeheuren Gefahren: Moskito-Schwärme, Piranhas, Jaguare und Indianer greifen die Expedition ständig an. Dennoch notiert, kartografiert, illustriert er unverdrossen und gewissenhaft, was ihm über den Weg läuft. Er beschreibt die Lebensweise der indigenen Völker und sammelt mit Leidenschaft zahllose Insekten, Vögel und Pflanzen. Georg Heinrich von Langsdorff war der Humboldt Brasiliens! 1995 koordiniert der Autor eine Expedition, die den Spuren des «Grünen Barons» folgt. Das Ergebnis erlaubt erstmals einen Vergleich Brasiliens im Abstand von beinahe 200 Jahren. Das Buch lässt den Leser zunächst an einer Ballnacht auf dem Landsitz des Barons bei Rio de Janeiro teilnehmen. Dann geht es Schlag auf Schlag. Wer ist Langsdorff eigentlich? Wie verläuft die rund achtjährige Erkundungsreise? Werden die ehrgeizigen Ziele der Forschungsreise erreicht? Welche neuen Erkenntnisse bringt die Wiederholung der Forschungsreise 1995? Und was für Überraschungen bietet die anschließende Ausstellung über beide Expeditionen, die der damalige Bundespräsident Roman Herzog in São Paulo eröffnet?

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Das Langsdorff-Projekt im Rahmen der Auswärtigen Kulturpolitik

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118 Das Langsdorff-Projekt im Rahmen der Auswärti- gen Kulturpolitik Es geht der Auswärtigen Kulturpolitik immer darum, ob der Nutzen der Bundesrepublik vermehrt oder ob ihr Schaden zugefügt wird (1) (Franz Josef Strauss, Politiker der CSU) Gut, unser Vergleich zwischen dem Brasilien des beginnenden 19. Jahrhunderts und des ausgehenden 20. Jahrhunderts konzentriert sich vor allem auf die ökologisch-wirtschaftliche Entwicklung und wird mit künstlerischen Mitteln ausgelöst. Handelt es sich damit um eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Brasiliens? Hatte Franz Joseph Strauss doch mit seiner „Filippica“ recht, mit der er am 12. Ju- ni 1986 die Regionalbeauftragten, den Vorstand und die Abteilungs- leiter des Goethe-Instituts in München auf Linie bringen wollte? Die Rede lautet: Braucht die Auswärtige Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland aus Sicht der CSU eine Wende oder besser: eine Kurskorrektur? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja. Es geht in der Auswärtigen Kultur- politik immer darum, ob der Nutzen der Bundesrepublik Deutschland vermehrt oder ob ihr Schaden zugefügt wird. ... Die hellen und festli- chen Farbtöne, mit denen die DDR ihr Land im Ausland malt, werden auf Dauer erfolgreicher sein als die düstere Götterdämmerungspalette der Bundesrepublik Deutschland. ... Angesichts dieser sich verschär- fenden Wettbewerbssituation zur DDR können wir es uns keinesfalls erlauben, die Auswärtige Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutsch- land der internationalen Kulturschickeria als Spielwiese freizugeben ... (2) Bei unserem Langsdorff-Projekt geht es eben nicht um die Hoch- glanzpostkarte Deutschland, sondern um die ökologische Entwicklung Brasiliens, die partnerschaftlich von Deutschen,...

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