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Neuausrichtung eines Politikfeldes?

Zur parlamentarischen Menschenrechtspolitik in der 14. und 15. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages

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Katja Pohlmann

Rot-Grün erhob nach ihrem Wahlsieg 1998 den Anspruch, Menschenrechte aus der Dominanz der Außenpolitik zu lösen und sie als Querschnittsaufgabe aller Politikfelder, insbesondere auch der Innenpolitik, zu etablieren. Diese Arbeit analysiert, ob die rot-grünen Mehrheitsfraktionen ihrem Anspruch gerecht wurden, Menschenrechte im parlamentarischen Institutionengefüge als Querschnittsaufgabe zu verankern. Wurde dieses Postulat nur rhetorisch beschworen oder kam es zu einer andauernden Neuausrichtung des Politikfeldes Menschenrechte? Anhand von fünf Fallbeispielen wird der Einfluss von sieben politikbestimmenden Faktoren untersucht: die Rolle der menschenrechtspolitischen Akteure, institutionelle Widerstände und Pfadabhängigkeiten, parteipolitische Differenzen, die parlamentarische Federführung für Initiativen, internationale Rahmenbedingungen, sachfremde Determinanten sowie der Einfluss von Medien und Zivilgesellschaft.

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Inhaltsverzeichnis

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EINLEITUNG ..................................................................................................... 16 1. Umfang des Untersuchungsgegenstandes ....................................................... 19 2. Forschungsstand und Quellenlage ................................................................... 23 3. Aufbau der Arbeit ............................................................................................ 27 ERSTES KAPITEL: THEORETISCHE GRUNDLAGEN ................................ 30 1. Ursprünge der Menschenrechte ....................................................................... 30 2. Charakteristika des Politikfelds Menschenrechte ............................................ 35 3. Menschenrechte als Querschnittsaufgabe ........................................................ 41 4. Politischer Mehrwert von Querschnittsaufgaben ............................................ 43 5. Grenzen von Querschnittsaufgaben ................................................................. 43 ZWEITES KAPITEL: RAHMENBEDINGUNGEN DEUTSCHER MENSCHENRECHTSPOLITIK ........................................................................ 46 1. Rechtliche Rahmenbedingungen parlamentarischer Menschen- rechtspolitik ......................................................................................................... 46 1.1. Menschenrechtsschutzsysteme .................................................................. 47 1.1.1. Nationaler Menschenrechtsschutz ...................................................... 47 1.1.2. Regionaler Menschenrechtsschutz ...................................................... 48 1.1.2.1. Europäisches Schutzsystem .......................................................... 48 1.1.2.2. Amerikanisches Schutzsystem ...................................................... 49 1.1.2.3. Afrikanisches Schutzsystem ......................................................... 49 1.1.2.4. Arabisches Schutzsystem .............................................................. 50 1.1.2.5. Asiatisches Schutzsystem ............................................................. 50 1.1.3. Internationaler Menschenrechtsschutz ................................................ 51 1.2. Menschenrechtsschutzsysteme in der parlamentarischen Praxis .............. 54 1.2.1. Entwicklungen im Verrechtlichungsprozess während der 14. und 15. Wahlperiode ............................................................................... 55 1.2.2. Parlamentarische Begleitung des Verrechtlichungsprozesses ............ 59 2. Institutionelle Neuerungen in der 14. Legislaturperiode ................................. 61 2.1. Der neue Fachausschuss „Menschenrechte und Humanitäre Hilfe“ ......... 62 �10 2.1.1. Die Anfänge parlamentarischer Menschenrechtspolitik ..................... 62 2.1.2. Der Unterausschuss Menschenrechte und Humanitäre Hilfe ............. 64 2.1.3. Entwicklung zum Vollausschuss ........................................................ 67 2.1.4. Das Selbstverständnis des Ausschusses .............................................. 69 2.1.5. Das Ringen um Anerkennung ............................................................. 71 2.1.5.1. Das Verhältnis zu anderen Ausschüssen ...................................... 72 2.1.5.2. Mitberatung von Vorlagen als Gradmesser der Anerkennung ..... 75 2.1.5.3. Debattenzeiten als Gradmesser der Anerkennung ........................ 77 2.2. Die Beauftragen der Bundesregierung für Menschenrechte ..................... 79 2.2.1. Gerd Poppe (November 1998 - März 2003) ....................................... 81 2.2.2. Claudia Roth (März 2003-November 2004) ....................................... 84 2.2.3. Tom Koenigs (Januar 2005 - Dezember 2005) ................................... 86 2.2.4. Bewertung und Reformüberlegungen ................................................. 86 2.3. Die Gründung des „Deutschen...

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