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Die Anwendbarkeit des «forum non conveniens» im deutschen und europäischen Zivilverfahrensrecht

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Monika König

Die Lehre vom forum non conveniens besagt, dass ein an sich zuständiges Gericht die Ausübung seiner Zuständigkeit ablehnen kann, wenn die Gerichte eines anderen Staates zur Entscheidung besser geeignet sind. In den common law-Rechtsordnungen England und Irland stellt sie ein wichtiges Instrument des Zivilverfahrens dar. Im Jahr 2005 entschied sich der EuGH gegen die Anwendbarkeit des forum non conveniens im europäischen Zivilverfahrensrecht. Gleichzeitig trat die europäische Verordnung für Ehe- und Kindschaftssachen – die Brüssel II bis-VO – in Kraft, deren Art. 15 oft als eine Ausprägung des forum non conveniens verstanden wird. Die Arbeit untersucht die Hintergründe dieser Entwicklung und geht der Frage nach, welche Zukunftsperspektiven die forum non conveniens-Lehre noch hat.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis.................................................................................. 13 Einleitung ...................................................................................................... 19 Erstes Kapitel: Die Lehre vom forum non conveniens im englischen Zivilprozess .......................................................................... 23 I. Begriff und Rechtsnatur........................................................................... 23 II. Zweck....................................................................................................... 23 III. Historische Entwicklung der Lehre.......................................................... 24 1. Schottland ............................................................................................ 24 2. England ................................................................................................ 26 a) Grundregeln der internationalen Zuständigkeit der englischen Gerichte............................................................................................ 26 aa) Actions in rem ............................................................................ 27 bb) Actions in personam .................................................................. 28 (1) Zuständigkeit gegen einen anwesenden Beklagten ............. 28 (2) Zuständigkeit gegen einen auswärtigen Beklagten ............. 29 b) Herausbildung der englischen forum non conveniens-Lehre .......... 31 aa) Logan v. Bank of Scotland ........................................................ 32 bb) St. Pierre v. South American Stores .......................................... 33 cc) The Atlantic Star ........................................................................ 33 dd) MacShannon v. Rockware Glass Ltd. ........................................ 34 ee) The Abidin Daver ...................................................................... 35 ff) Spiliada Maritime Corp. v. Cansulex Ltd. ................................. 36 c) Civil Jurisdiction and Judgments Act 1982 ..................................... 39 IV. Die richterliche Ermessensentscheidung ................................................. 39 1. Zuständigkeit des angerufenen Gerichts.............................................. 40 2. Erste Stufe: Verfügbarkeit eines besser geeigneten Forums................ 40 a) Ein anderes verfügbares Forum ....................................................... 41 b) Bessere Eignung des Alternativforums............................................ 42 aa) Verbindungsfaktoren zwischen dem Verfahren und dem jeweiligen Forum ....................................................................... 43 (1) Nationalität der Parteien ...................................................... 43 (2) Wohn- bzw. Geschäftssitz der Parteien ............................... 44 10 (3) Handlungsort ....................................................................... 46 (4) Abschluss- und Erfüllungsort .............................................. 49 (5) Ausländische Rechtshängigkeit ........................................... 50 (6) Anwendbares Recht ............................................................. 57 (7) Gerichtsstandsvereinbarung ................................................ 58 bb) Unannehmlichkeiten und Kosten (convenience-Faktoren)........ 59 3. Zweite Stufe: Gesichtspunkte der Gerechtigkeit.................................. 61 a) Prüfungsumfang............................................................................... 61 b) Kein qualitativer Vergleich zwischen dem eigenen und dem ausländischen System der Justizgewährung .................................... 63 c) Gesichtspunkte der Gerechtigkeit im...

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