Show Less

Stadtraum in Performance

"Site-specific Performance Art</I> und die Kunst des Alltags

Series:

Katia Beuth

Diese Studie verbindet drei aktuelle Diskurse um den städtischen öffentlichen Raum: den soziologischen und stadtarchitektonischen Diskurs um Stadterneuerungsmaßnahmen, Gentrifizierung, Raumstrukturierung, Privatisierung, Urbanisierung und zunehmende Überwachung, die aktuellen Strömungen in der site-specific Performance Art in Deutschland und Großbritannien sowie die Theorien des Alltagslebens, die u. a. von Michel de Certeau, Marc Augé und Roland Barthes entwickelt wurden. Durch das Zusammenführen künstlerischer Positionen, die durch die Beschreibung konkreter Performancearbeiten dargestellt werden, und soziologischer, philosophischer und anthropologischer Theorien entwickelt die Autorin die These, dass Städte erst durch eine Praxis und die Ablagerung von Geschichten und Erinnerungen bewohnbar werden.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

5. „Footloose“ – Gehen durch die Stadt

Extract

Die Geschichte beginnt zu ebener Erde, mit den Schritten. [...] Man kann sie nicht zählen, weil jede ihrer Einheiten etwas Qualitatives ist: ein Stil der taktilen Wahrnehmung und der kinesischen [sic] Aneignung. Ihr Gewimmel bildet eine unzählbare Menge von Singularitäten. Die Spiele der Schritte sind Gestaltungen von Räumen. Sie weben die Grundstruktur von Orten. […] Sie können nicht lokalisiert werden, denn sie schaffen erst den Raum.120 Mike Pearson arbeitete seit den frühen 1970ern als Performer und Regisseur in verschiedenen Ensembles, unter anderem dem RAT Theatre, dem Cardiff Labo- ratory Theatre und der walisischen Performancegruppe Brith Gof und ist seit 1999 Professor für Performance Studies an der Aberystwyth University in Wales. Seine Interessens- und Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Theater und Archäologie, Biographie, Erzählung und Erinnerung in Performances, und site- specific theatre. Besonders in den letzten Jahren, in der Zusammenarbeit mit Mike Brookes, rückte die Stadt ins Zentrum seiner Arbeiten, beispielsweise in „Rain Dogs“, „Carrying Lyn“, „Metropolitan Motions“, „Polis“ und „Who are you looking at?“: „In all these works the city itself – in its everyday existence – becomes the site of performance“121. „Footloose“ war ein Projekt, das Mike Pearson zusammen mit der Archäologin Jonna Hansson 1999 im Rahmen eines Symposiums durchführte, das sich mit Kunst als Verständniszugang zu Systemen urbaner Mobilität auseinandersetzte. Das Projekt bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil erkundeten Pearson und Hansson Kopenhagen, eine ihnen unbe- kannte Stadt, indem sie sich in ihr bewegten, Gespräche mit...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.