Show Less

Zur Quantifizierung von Unrecht und Schuld bei vorsätzlichen Tötungen

Ein Beitrag zur Reform der Tötungsdelikte

Series:

Marc Sotelsek

Nach einer Kritik des Mordtatbestandes widmet sich die Studie einer Untersuchung der Reformvorschläge für die vorsätzlichen Tötungsdelikte. Ausgehend von dem Zwischenergebnis, daß eine befriedigende Lösung noch nicht gefunden wurde, zeigt die Arbeit auf, daß vorsätzliche Tötungen ein nicht quantifizierbares, maximales Unrecht und grundsätzlich auch eine auf dieses Unrechtsquantum bezogene, maximale Schuld verwirklichen. Innerhalb des methodischen Konzepts des Typusbegriffs macht das Werk die Lehre von den Graden des Unrechts und Gradabstufungen der Schuld nutzbar, um im Vorfeld von Rechtfertigungs-, Schuldausschließungs- und Entschuldigungsgründen Mord und Totschlag auf der Ebene der Strafzumessung voneinander abzuschichten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

INHALTSVERZEICHNIS

Extract

EINFÜHRUNG ............................................................................................................... 1 A. NOTWENDIGKEIT UND PROBLEME DER KONTURIERUNG DES MORDES .......................................................................................................... 7 I. GRUNDPRINZIPIEN DER ABGRENZUNG VON MORD UND TOTSCHLAG ..................... 8 1. Die psychologische Abgrenzung – Verwerflichkeit ............................................ 8 2. Die intellektuelle Abgrenzung – Überlegung .................................................... 14 3. Der normative Tätertypus und das Zweikampfmodell ...................................... 24 4. Die Gefährlichkeit von Tat und Täter................................................................ 32 a) Rückfallgefährlichkeit des Täters .................................................................. 32 b) Besonderer Erfolgsunwert der Tötung .......................................................... 36 c) Generalpräventives Verständnis der Gefährlichkeit ...................................... 41 5. Das besondere Mißverhältnis zwischen Mittel und Zweck ............................... 46 6. Konflikte im Täter-Opfer-Verhältnis und Tatveranlassung durch das Opfer ... 51 7. Fazit ................................................................................................................... 60 II. BEISPIEL: SONSTIGE NIEDRIGE BEWEGGRÜNDE UND BESTIMMTHEITSGEBOT ..... 61 1. Die Anforderungen des Bestimmtheitsgebots ................................................... 62 2. Das Merkmal der „sonstigen niedrigen Beweggründe“ .................................... 71 a) Auslegung anhand der internen Systematik des § 211 Abs. 2 Gr. 1, 3 StGB 72 b) Anknüpfung an die Verwerflichkeit .............................................................. 75 c) Bewertung der Einzeltatgesinnung ................................................................ 79 d) Solipsistische soziale Rücksichtslosigkeit ..................................................... 85 e) Abwägung von Tötungsanlaß und -erfolg ..................................................... 88 f) Rückkehr zur Überlegungskonzeption ........................................................... 91 g) Ausrichtung an der Rückfallgefährlichkeit ................................................... 95 3. Ergebnis ............................................................................................................. 96 III. ANSÄTZE ZUR RESTRIKTION DES MORDTATBESTANDES .................................... 98 1. Tatbestandsübergreifende Konzepte.................................................................. 99 a) § 213 StGB als Korrektiv............................................................................... 99 b) Positive und negative Typenkorrektur ......................................................... 105 IX 2. Die Restriktion einzelner Mordmerkmale ....................................................... 111 a) Die Mordmerkmale des § 211 Abs. 2 Gr. 1 StGB, insbesondere „Habgier“ ..................................................................................................... 112 b) Die Mordmerkmale des § 211 Abs. 2 Gr. 2 StGB, insbesondere „Heimtücke“ ................................................................................................ 116 aa) Das herrschende Verständnis ................................................................. 120...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.