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Verbessern chinesische Studierende ihre Sprechfertigkeit im Deutschen während des Fachstudiums in Deutschland?

Eine empirische Untersuchung unter Berücksichtigung sozialer Aspekte

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Yu Chen

Diese Arbeit untersucht, ob sich die Sprechfertigkeit chinesischer Studierender im Deutschen während des Fachstudiums in Deutschland verbessert. Dazu wird mit mündlichen DSH-Prüfungen die sprachliche Entwicklung ermittelt. Die Ergebnisse werden dann auf die quantitativen Befunde einer Fragebogenerhebung bezogen. Mittels statistischer Tests werden soziale und psychologische Faktoren bestimmt, die sich auf die Verbesserung der Sprechfertigkeit auswirken. Zudem werden durch Interviews mit ausgewählten Probanden qualitative Daten erhoben, zu deren Analyse die Studie kulturwissenschaftliche und sozialpsychologische Ansätze heranzieht. Aus diesen empirischen Befunden werden dann differenzierte Empfehlungen für die Hochschulen zur Förderung des Weitererwerbs von Deutschkenntnissen abgeleitet.

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1 Chinesische Studierende an deutschen Hochschulen

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1.1 Statistischer Überblick Durch die Globalisierung hat die Weltmobilität von Studierenden stark zuge- nommen. China hat sich auf dem weltweiten Bildungsmarkt als das wichtigste Entsendeland etabliert und Deutschland, als entwickeltes Industrieland, gehört zu den wichtigsten Zielländern der Bildungsströme aus dem Reich der Mitte. Laut der amtlichen Hochschulstatistik studierten im Jahr 2009 insgesamt 24.746 Chinesen an deutschen Hochschulen. Damit stellt China die größte Gruppe aus- ländischer Studierender dar.1 Eine Ursache dafür ist die Liberalisierung der chinesischen Politik für das Auslandsstudium. Seit 1993 wird die Richtlinie der „Förderung des Auslands- studiums, Begrüßung der Rückkehr und Freiheit bei der Ein- und Ausreise“ ( ) umgesetzt. Einen weiteren Grund für den großen Bildungsstrom aus China stellt sicherlich auch dessen boomende Wirt- schaft dar. Laut Angaben des chinesischen Bildungsministeriums liegt der An- teil der Chinesen, die sich ein Auslandsstudium, das in der Regel teurer als ein Studium in China ist, selbst finanzieren, im Jahr 2008 bei rund 90%.2 Auf deutscher Seite wird das Anwerben von Studierenden oder Studieninte- ressenten aus dem Ausland im Rahmen der Internationalisierung des deutschen Hochschulwesens gefördert. Der „Wettbewerb um die besten Köpfe“ (Grothus 2004: 5) sollte in einem „brain gain“ (Isserstedt/Schnitzer 2005: 5) resultieren, damit Deutschland hinsichtlich der Wissenschaft, Forschung und vor allem Wirtschaft im globalen Wettbewerb langfristig in führender Position bleibe. Tabelle 1-1 zeigt deutlich, dass sich die Gesamtzahl der chinesischen Stu- dierenden in Deutschland von 1993 bis 2009 mehr als vervierfacht hat.3 Wäh- 1...

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