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Sprachenpolitik und Rechtssprache

Methodische Ansätze und Einzelanalysen

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Sandro Moraldo

Sprachenpolitik und Rechtssprache sind die zwei Schwerpunkte dieses Bandes. Die Beiträge zur Sprachenpolitik diskutieren die Vorrangstellung des Englischen in der internationalen Kommunikation und gehen auf wichtige Fragen ein (u. a.: Wie kann Mehrsprachigkeit erhalten/gefördert werden? Tragen Bildungspolitiker der EU-Strategie zur Förderung der Mehrsprachigkeit auf nationaler Ebene Rechnung?). Rechtssprache bildet den Kern der Verwaltungssprache. Behördliche Schreiben (Texte, Vorschriften etc.) müssen Sachverhalt und rechtliche Situation richtig wiedergeben, verständlich formuliert und übersichtlich sein. Wegen der Bedeutung einer bürgernahen Sprache in der und für die Öffentlichkeit werden im Band verschiedene Fragestellungen auf der Folie einer kritisch-analytischen Betrachtung reflektiert.

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Die Sprache des deutschen Notars gestern und heute Dimensionen der Verständlichkeit Eva Wiesmann

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Abstract This paper examines the question of changes in the language use of notaries from the aspect of comprehensibility of notarial certificates. The examination focuses on 45 originals of Bavari- an real estate sales contracts dating from 1891 to 2005. Based on Susanne Göpferich’s com- prehensibility model, an empirical determination of any text characteristics is conducted which might affect the comprehensibility of the certificates and their comprehension by the considered target audience, i. e. today’s legal practicioners and laymen, and other readers, e. g. legal translators. Taking into account these characteristics, the examination determines the ex- tent of the change of language use until today. This examination which is preceded by an overview of the comprehensibility debate is intended to create the preconditions for an em- pirical review of comprehensibility. 1. Einleitung Bei der vorliegenden Arbeit, die in ihren Grundzügen auf der 4. Tagung Deut- sche Sprachwissenschaft in Italien in Rom vorgestellt wurde, handelt es sich um die Vorstudie zu einer größeren Arbeit, die sich kontrastiv mit der Sprache des italienischen und des deutschen Notars in Vergangenheit und Gegenwart und mit der Übersetzung von notariellen Urkunden aus dem Italienischen ins Deut- sche auseinandersetzt. In Anbetracht der aktuellen Diskussion um die Verständlichkeit von Rechts- texten wird die Frage nach der Veränderung des notariellen Sprachgebrauchs unter dem Gesichtspunkt der Verständlichkeit der Urkunden deutscher Notare anhand eines kleinen, stichprobenartigen Korpus von in notarieller Form er- richteten Immobilienkaufverträgen aus einem Zeitraum von knapp 120 Jahren untersucht. Das...

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