Show Less

Die Geringfügigkeitsvorschriften als Teil der Problematik der Kollision zwischen primären und sekundären Prinzipien des Rechts

Series:

Konstantinos Diakonis

Das Ziel dieser Arbeit ist die Betrachtung der Problematik der Geringfügigkeitsvorschriften der StPO aus der Perspektive der Kollision zwischen primären und sekundären Prinzipien der Rechtsordnung. Die Frage, ob diese Vorschriften im Rahmen des Rechtssystems einen Platz haben bzw. ob sie angewandt werden können, führt zwangsläufig auf das grundlegende Problem der Hierarchisierung und Kollision der Prinzipien der Rechtsordnung zurück. Die Betrachtung der Geringfügigkeitsvorschriften der StPO aus der rechtsdogmatisch-rechtssystematischen Perspektive der Kollision der Prinzipien des Rechts verdeutlicht die Tatsache, dass sie im Rahmen des positiven, strafprozeduralen Systems nur ausnahmsweise angewandt werden sollen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

10. Kapitel: Die Relativierung dieser Einstufung im Rahmen der positiven Prozesssysteme im Allgemeinen

Extract

I. Die wichtigsten Faktoren dieser Relativierung 1. Die Bedeutung und die Folge der Existenz dieser Fakto- ren im Allgemeinen` Ist aber ein positives System immer in der Lage, die für die Menschen ideale, verhältnismäßige Funktion all seiner Prinzipien zu gewährleisten, so dass ihre Einstufung immer einen absoluten Charakter haben kann? Kann die oben aufge- führte Annäherung der Verhältnismäßigkeit in einem solchen System immer der Fall sein, so dass z.B. seine primären materiellen Prinzipien immer als eine zu- mindest relativierte Abbildung ihres vorrechtlichen Seins betrachtet werden dür- fen? Die Antwort auf diese Frage vermögen uns noch einmal die schon im Rahmen der vorliegenden Arbeit erwähnten Umsetzungsdefizite der Menschen zu geben, deren zwei wichtige Ausdrücke, für die Relativierung bzw. Beein- trächtigung der Funktion selbst der vollkommensten Systeme sorgen. Es geht um die Möglichkeit eines schweren Fehlers und um das immer wieder im Rah- men der Gesellschaft auftretende, vorsätzliche, sich gegen andere Gesell- schaftglieder wendende Handeln. Der Bedeutung dieser zwei Relativierungs- gründe, welche ein positives System sehr oft aufweist, werden wir versuchen uns in diesem Punkt kurz anzunähern. Die erste Bemerkung hinsichtlich der Bedeutung der zwei Faktoren betrifft ihre Beziehung zu den entsprechenden rechtlichen Begriffen der Fahrlässigkeit und des Vorsatzes391, mit denen die Ersten nicht gleichzusetzen sind392. Sie sind einfach verwandt, in dem Sinne, dass der Grund für die Entstehung der positiv- rechtlichen Begriffe die Existenz der oben genannten Faktoren darstellte. 391...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.