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«Es geht sich aus...» zwischen Philologie und Translationswissenschaft

Translation als Interdisziplin- Festschrift für Wolfgang Pöckl

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Edited By Peter Holzer, Cornelia Feyrer and Vanessa Gampert

Wolfgang Pöckls Forschungsschwerpunkte umfassen ein weites Spektrum: von der Kontrastiven Sprachwissenschaft zur Übersetzungsgeschichte bis hin zur Fachsprachenforschung und Fachübersetzung und – nicht zuletzt – zur Literaturübersetzung. Diese Festschrift für Wolfgang Pöckl bietet einen repräsentativen Querschnitt zu verschiedensten Bereichen, u. a. der Sprachpolitik, Kontrastiven Linguistik, Varietätenlinguistik, Kulturwissenschaft, Fachkommunikation, Dolmetschwissenschaft und Literaturübersetzung. Das Spektrum der behandelten Sprachen umfasst dabei germanische, romanische und slawische Sprachen bis hin zum Griechischen. Die BeiträgerInnen entstammen zu einem überwiegenden Teil Forschungs- und Ausbildungsstätten, an denen Wolfgang Pöckl gewirkt und seine Spuren hinterlassen hat.

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er was vestes muotes. Stolpersteine auf der Suche nach dem Sinn und der „adäquaten“ Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen; WALTRAUD FRITSCH-RÖßLER (Innsbruck)

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er was vestes muotes Stolpersteine auf der Suche nach dem Sinn und der „adäquaten“ Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen WALTRAUD FRITSCH-RÖßLER (Innsbruck) 1. Einleitung Einer meiner Philosophie-Professoren pflegte von drei Stadien der Kant-Lektüre zu sprechen: 1. Man liest Kant und versteht alles. 2. Man liest ihn wieder und versteht nichts. 3. Man liest Kant später erneut und versteht jetzt immerhin einiges. So erging es mir mit dem Gregorius Hartmanns von Aue. Vor mehr als 30 Jahren las ich ihn erstmals und verstand vermeintlich alles, vor etwa 10 Jah- ren las ich ihn erneut, da bestand er nur noch aus Fragen, nicht nur hinsichtlich der Interpretation, sondern auch der Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen. Seither lese ich ihn immer wieder, in Teilen wie im Ganzen, zuletzt motiviert durch einen Verlagsvertrag, der mich zu einer Neuausgabe, Neuübersetzung und einem Stellenkommentar verpflichtete, und verstehe nun, glaube ich, einiges. Die Neuedition des mittelhochdeutschen (mhd.) Textes stand unter Vorgaben, die nichts mit Literatur, aber viel mit Verlagspolitik und monetären Interessen zu tun haben: Eine vorhandene sehr gute Edition (Wachinger) konnte nicht übernommen werden, weil ihre 30jährige copyright-Schutzfrist noch nicht abge- laufen ist. Eine gemeinfreie Textversion stand zwar zur Verfügung, allerdings durfte bei ihrer Überarbeitung weder die unter Verschluss stehende Edition herauskommen noch die von dieser nur minimal abweichende zweite Ausgabe von Mertens.1 Da ich gleichwohl keine Pseudo-Legitimierung betreiben wollte durch ein synkopiertes verlorn statt verloren oder durch die Orthographie von phlac statt pflac, blieb als Innovationsraum neben der Neu...

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