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Politische Triebkräfte der Innovation

Eine Analyse der Rolle von Politik in Innovationssystemen der Geothermie

Benjamin Miethling

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Politik bei der Entwicklung erneuerbarer Energien. Die Vermutung eines weitreichenden Einflusses politischer Intervention wird am Beispiel der geothermischen Stromerzeugung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bestätigt. Der Autor analysiert Bedingungen und Herausforderungen für die Entwicklung dieser Energiequelle und zeigt zugleich Möglichkeiten und Wege auf. Mit seinem prozessorientierten Ansatz beschreitet er innovative Wege der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik des Zusammenspiels von Politik und Technik.

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V. Abschließende Betrachtungen

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„We are beginning, again, to place politics in time. […] [T]his shift in focus offers exciting opportunities for cor- recting common mistakes and silences in contemporary social science. It will enable us to strike a more effective and satisfying balance between explaining the general and comprehending the specific. It offers new possi- bilities for understanding our extraordinarily complex and ever-changing social world.” Paul Pierson (2004: 178) Diese Arbeit stellt den bislang einmaligen Versuch dar, ein evolutorisches Inno- vationsmodell mit Annahmen zur politischen Intervention zu verknüpfen. Auf Basis dreier Fälle sollte am Beispiel der Geothermie herausgefunden werden, ob (a) sich das Innovationsmotorenkonzept und das damit zusammenhängende Se- quenzmodell zur Analyse eignet sowie (b) welche politischen Einflüsse auf den Innovationsprozess wirken und wo sich politische Triebkräfte identifizieren las- sen? Dieser Mix aus theorieüberprüfenden und theorieerweiternden Elementen dient dem Ziel, empirisch relevante Handlungsideen zu produzieren und sich in Richtung eines präziseren Modells von Innovationspolitik zu bewegen. Dieses Kapitel besteht aus drei Teilen: Einer Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit folgt deren Diskussion auf methodologischer und inhaltlicher Ebe- ne. Das Kapitel endet mit einem Ausblick auf weiterführende Fragestellungen und Ansätze in diesem Themenbereich. V.1. Zusammenfassung der Ergebnisse Beantwortung der ersten Forschungsfrage Roald Suurs (2009) entwickelte ein Modell innovationssystemischer Evolution, in dem er zyklisch-kausale Ereignisketten identifizierte und als ‚Innovationsmo- toren‘ typologisierte. Er nahm an, dass vier Motoren zeitlich aufeinander folgen (Sukzessionsmodell). Die Überprüfung der Anwendbarkeit dieser Modelle lie- ferte positive Ergebnisse – sie waren im Wesentlichen...

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