Show Less

Thomas Schmidt-Kowalski – ein romantischer Komponist an der Wende zum 21. Jahrhundert

Series:

Ursula Eisfeld

Mit Thomas Schmidt-Kowalski wird ein Gegenwartskomponist vorgestellt, dessen Werke, anders als die der meisten Zeitgenossen, auf einem romantischen Lebensgefühl basieren. Sie umfassen alle Gattungen außer Oper und Filmmusik. Entscheidend für sein Komponieren ist zudem eine synästhetische Begabung, bei der Tönehören und Farbensehen gekoppelt sind. Sie ist für ihn unabdingbar, um seine Inspirationen zu realisieren und führt zu einem engen Zusammenhang von Thema, Tonart und Form eines Werks. Sonate und Sonatenhauptsatz sind bei Schmidt-Kowalski die wichtigsten Formen musikalischer Auseinandersetzung. Seine synästhetische Begabung und Inspiration verbinden sich bei ihm mit einem großen Sendungsbewusstsein, der heutigen Welt ein positives Bild entgegenzusetzen. Ein kommentiertes Werkverzeichnis und die Untersuchung ausgewählter Werke vervollständigen die biographischen Angaben. Unbeirrt von vorherrschenden Meinungen zu zeitgenössischer Musik leistet Schmidt-Kowalski seinen Beitrag zur Vielfalt gegenwärtigen musikalischen Schaffens. Seine Werke, zunächst nur in den Nachtsendungen des Radios zu hören, finden zunehmend Verbreitung nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

2 Biografie

Extract

2.1 Kindheit und Jugend 2.1.1 Familiäre Wurzeln Thomas Schmidt-Kowalski wurde am 21.6.1949 als Thomas Schmidt - den Künstlernamen Schmidt-Kowalski nahm er erst 1986 mit seinem Eintritt in die GEMA an - in eine bürgerliche und, wie er selbst sagt, "musikferne Familie" in Oldenburg geboren. Der Vater, Rudi Schmidt (∗ 05.01.1913 in Berlin, † 04.03.1988 in Oldenburg), war Ingenieur bei der Allgemeinen Elektrizi- tätsgesellschaft. Mutter Ilse, geborene Kowalski (∗ 22.08.1913 in Berlin, † 13.03.1988 in Oldenburg), arbeitete als Sekretärin bei einer Versicherungs- gesellschaft. Die Beiden hatten 1937 in Berlin geheiratet. Schmidt-Kowalskis Großmutter mütterlicherseits war Betty, geb. Papke aus Rummelsburg, damals Pommern, und seit 1912 mit Viktor Kowalski aus Berlin verheiratet. Viktor K. arbeitete zusammen mit seinen Schwestern in einem Sanitätshaus, einem Familienbetrieb. In erster Ehe war er mit seiner großen Liebe verheiratet, über deren Lebensdaten z.Zt. keine Informationen zu erhalten sind. Sie starb bei der Geburt ihrer Tochter Käthe (∗ 02.12.1908, † 23.11.2006), der späteren Halbtante von Thomas Schmidt-Kowalski. Dieser Viktor Kowalski war sehr musikalisch und leitete verschiedene Chöre. Wie er zum Chorleiter ausgebildet wurde, ist nicht bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Ilse Schmidt mit der 1944 geborenen Tochter Ilka auf Anraten einer Freundin von Berlin nach Oldenburg, weil diese Stadt vom Krieg verschont geblieben war. Hier wurde Thomas Schmidt als zweites Kind geboren. Die Eltern trennten sich jedoch bald nach seiner Geburt. Die Mutter verdiente das Notwendige für sich und ihre zwei Kinder durch ihre Tätigkeit als Sekretärin. Sie war...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.