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Zum Plusquamperfekt im Französischen und Spanischen

Kontrastive Untersuchung aus textlinguistischer Perspektive

Sandra Lhafi

Die Arbeit basiert auf einem Vergleich verschiedener Übersetzungen mit einem Schwerpunkt auf der Übersetzungsrichtung Französisch-Spanisch. Aus einer textlinguistischen Perspektive heraus wird der unterschiedliche Umgang mit dem Plusquamperfekt im Französischen und Spanischen anhand einer Kategorisierung näher beschrieben. Dabei wird besonders auf die verschiedenen potenziellen textlinguistischen Funktionen des Plus-que-parfait bzw. Pluscuamperfecto eingegangen. Es wird gezeigt, wie im Französischen die Grundwerte des Plus-que-parfait in Interaktion mit rekurrenten Kontexten zu breiteren textorganisatorischen Funktionen führen. Der Nutzen der Arbeit liegt insbesondere darin, die existierenden kontrastiven Beschreibungen beider Tempora zu nuancieren und den Blick für die unterschiedlichen Potenziale zu schärfen, was unter anderem im Fremdsprachenerwerb eingesetzt werden kann.

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2. Tempusunterschiede

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2.1 Vorbemerkung Im Rahmen der Magisterarbeit114 haben wir uns mit dem unterschiedlichen Umgang im Spanischen und Französischen mit in beiden Sprachen vorhandenen Tempora be- schäftigt und dabei den Schwerpunkt der Analyse auf die Übersetzung des Plus-que- parfait ins Spanische (bzw. für das Kontrollkorpus auf die mit dem Plus-que-parfait ins Französische übersetzten spanischen Tempora) gelegt. Daraus resultierte eine Katego- risierung der unterschiedlichen Fälle und deren Auswirkung auf die Textorganisation bzw. Gestaltung der „kohärenten mentalen Repräsentation“ (s. o. 1.1 und v. a. 1.1.4) – eine Kategorisierung, die dann im Rahmen der Doktorarbeit an einem erweiterten Kor- pus (s. 1.4) überprüft und nuanciert werden sollte. Dieser Abschnitt stellt nun das Er- gebnis unserer Untersuchungen vor. Doch zuvor ist es notwendig, einen wichtigen Punkt zu betonen: Für die Kategorisierung wurden nur die Fälle berücksichtigt, die das Ergebnis einer freien Entscheidung waren, und diejenigen aussortiert, die aus gramma- tischem Zwang zu erklären sind. Es wurden folglich nur die Okkurrenzen behalten, bei denen theoretisch im Französischen und im Spanischen das gleiche Tempus stehen könnte, praktisch aber eine vom AT abweichende Option bevorzugt wurde: So wurden in den spanischen Übersetzungen unserer französischen Texte oftmals die Plus-que- parfaits durch Pretéritos Indefinidos oder Pretéritos Imperfectos übersetzt, was nicht ohne Einfluss auf die Textorganisation und auf die Rezeption des ZT sein dürfte. In (vielen) anderen Fällen wurden die Plus-que-parfaits als Pretéritos Pluscuamperfectos beibehalten. Nun stellt sich die Frage nach der Besonderheit...

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