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Friedrich Katz

Essays zu Leben und Wirken eines transnationalen Historikers - Essays on the Life and Work of a Transnational Historian

Series:

Martina Kaller, David Mayer and Berthold Molden

Die in diesem Band versammelten Essays sind dem Historiker und Lateinamerikanisten Friedrich Katz (1927-2010) gewidmet. Sie fußen auf einem Symposium, das im Herbst 2011 zu seinen Ehren in Wien abgehalten wurde, und vereinen unterschiedliche Perspektiven auf sein Leben und Werk. Friedrich Katz war einer der großen Sozialhistoriker zur lateinamerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten zur Mexikanischen Revolution zählen zu den grundlegenden Werken über dieses Thema. Er verstand es, in quellenkritischer Tiefe die Besonderheiten Mexikos in die Weltgeschichte einzuschreiben. Andererseits verschlug eben diese Weltgeschichte ihn selbst als Kind von Wien über Berlin, Paris und New York nach Mexiko, nach 1945 wieder nach Wien und Ostberlin und schließlich nach Chicago.
The essays collected in this volume are dedicated to the historian and Latin Americanist Friedrich Katz (1927-2010). They are based on a symposium held in his honour in Vienna in the autumn of 2011 and bring together varying perspectives of his life and work. As one of the great social historians of our time, Friedrich Katz had an encyclopaedic knowledge of the sources relevant to Latin America’s twentieth century history. His studies of the Mexican Revolution rank foremost among contributions to the field. More than anyone before he succeeded in relating the specifics of Mexico’s history to the broader processes of global history. That same global history impacted repeatedly on Katz’ own life: he was forced to leave Vienna as a child and moved with his family to Mexico, via Berlin, Paris and New York; he returned to Vienna after 1945 only to leave again for East Berlin before finally settling in Chicago.

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Vorwort der HerausgeberInnen

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Dieses Buch ist das Ergebnis eines Nachmittages im Oktober 2011, der im Rahmen der Wiener Vorlesungen dem Leben und Werk von Friedrich Katz gewidmet war. Im Senatssitzungssaal des Alten Rathauses in Wiens Innerer Stadt referierten und diskutierten Javier Garciadiego, Direktor des Colegio de México, und die Wiener Historiker David Mayer und Berthold Molden mit Martina Kaller und Zeitzeugen, darunter Friedrich Katz’ Tochter Jacqueline Ross. Persönliche Erinnerungen an den einflussreichen Mexikanisten hatten ebenso Raum wie die wissenschaftshistorische Einschätzung seines Werks. So gedachten ein Jahr nach dem Tod von Katz die Stadt Wien, die mexikanische Botschaft in Österreich und die Universität Wien eines jener „großen Söhne“, der hier mindestens soviel Ablehnung wie Anerkennung erfuhr und doch die Zuneigung für seine Geburtsstadt bis zuletzt bewahrte. In gewisser Weise – bereichert um eine mexikanische Perspektive – ist dieses Buch ein Blick von Wiener HistorikerInnen auf einen großen Kollegen, der aus dieser Stadt hervorgegangen und nicht wieder dahin zurückgekehrt ist. Es ist in weiten Teilen die Geschichte der Kontingenzen und Wechselfälle einer intellektuellen Biographie in den Konflikten des 20. Jahrhunderts, eine Ge- schichte von Möglichkeiten und Entscheidungen, von Gelungenem und von Versäumtem. Friedrich Katz ist Markstein und Messlatte unserer Zunft als einer der großen Sozialhistoriker zur mexikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, der es verstand, in quellenkritischer Tiefe die Besonderheiten dieses Landes in die Weltgeschichte einzuschreiben. Andererseits verschlug eben diese Weltge- schichte ihn selbst als Kind von Wien über Berlin, Paris und New York nach...

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