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Joseph Strauß

Kommentiertes Werkverzeichnis

Franz Mailer

Die Kompositionen von Joseph Strauß (1827-1870) als klingendes Buch seines Jahrhunderts, seiner persönlichen, politischen und gesellschaftlichen Beziehungen, Träume und Hoffnungen im Spiegel seiner mehr als 280 Kompositionen. Der geniale Musiker war «ausgelassen fröhlich mit den Fröhlichen, aber ernst und visionär im Kreise seiner Kunst». Das wurde in kurzen Einführungen in allen seinen Werken dargestellt.

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N. Nachtschatten. Polka Mazur, op. 229 - Nymphen-Polka, op. 50

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N Nachtschatten. Polka Mazur, op. 229 Die schwermtltige Polka Mazur ,Nachtschatten" stammt aus dem Sommer 1867 und wurde am 5. Juli bei einem Sommerfest im k. k. Volksgarten vom Komponi- sten zum ersten Male aufgefiihrt. Josephs Gemiit war wohl verdOstert, wei! er den dringend benotigten Erholungsurlaub noch nicht hatte antreten konnen. Er muBte in Wien aushalten, urn die Position der Kapelle im heimischen Musikleben zu halten. Johann StrauB und seine Gattin Jetty waren in Paris. Aus der franzosi- schen Metropole kamen begeisterte Berichte nach Wien, in denen ausfilhrlich ge- schildert wurde, daB Johann StrauB dort mit der Kapelle des aus Liegnitz stam- menden Kapellmeisters Benjamin Bilse nach einem fulminanten Einstieg bei ei- nem groBartigen Ball in der vom Ehepaar Mettemich geleiteten Botschaft, an dem aile wichtigen Repriisentanten am Hof des Kaisers Napoleon III. teilge- nommen batten, ein miihsames Ringen urn die Anerkennung eines intemationalen Publikums bestehen muBte. Die Menschen waren von der grandiosen Weltaus- stellung nach Paris gelockt worden und interessierten sich mehr filr die Attraktio- nen dieser Leistungsschau als ftir Musik. DaB sich der Wiener Hotball- Musikdirektor Johann StrauB schlieBiich doch durchsetzte, fand auch in der Hei- mat Anerkennung. Oberdies war eine osterreichische Militlirkapelle nach Paris gereist, urn an einem Wettbewerb der europiiischen Regimentskapellen teilzu- nehmen. Gegen aile diese Neuigkeiten waren die dennoch gut besuchten, aber von den Launen der Witterung immer wieder gestorten oder gar verhinderten Konzerte im k. k. Volksgarten unwichtig geworden. Umso notwendiger war es ftlr Joseph StrauB, das Niveau dieser Veranstaltungen zu halten und dem...

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