Show Less

Textsorten des Alltags und ihre typischen sprachlichen Mittel

Series:

Karl-Ernst Sommerfeldt and Herbert Schreiber

Gegenstand dieses Buches sind Textsorten des Alltags, allerdings nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch Annoncen, Werbezettel und Gebrauchsanleitungen. Es geht nicht um die vollständige Beschreibung von Textsorten, sondern um ganz bestimmte sprachliche Mittel wie die Lexik, den Aufbau, die Realisierung von Textfunktionen, das Vorkommen von Elementen sprachlicher Felder.
Einbezogen werden Ergebnisse von Magisterarbeiten, die 2000 an der Pädagogischen Hochschule Zielona Góra verteidigt worden sind.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Joanna ŁYBA: Zur sprachlichen Gestaltung von Beipackzetteln 103

Extract

103 Joanna Lyba Zur sprachlicheo Gestaltuog von Beipackzettelo 0. Vorbemerkungen Wir beschaftigen uns in diesem Beitrag nicht mit Texten in der Presse, sondem mit Texten aufBeipackzetteln. Die Textsorte Beipackzettel ist der Textsortenklasse mit Informationsfunktion zuzuordnen. Sie gibt dem Rezipienten/Patienten wichtige Informationen wie Zu- sammensetzung, Anwendungsgebiete, Nebenwirkungen, Art und Weise der Do- sierung eines konkreten Arzneimittels usw. Die Textfunktion kommt auch in der Oberschrift ,Gebrauchsanweisung" zwn Ausdruck. Die Informationsfunktion ist wohl die dominierende, aber nicht die einzige Funktion. Wir haben es auBerdem noch mit der Appellfunktion zu tun. Der E- mittent gibt dem Rezipienten zu verstehen, dass ,er ibn dazu bewegen will, eine bestimmte Einstellung einer Sache gegenuber einzunehmen (Meinungsbeein- flussung) undloder eine bestimmte Handlung zu vollziehen (Verhaltensbeein- flussung)" (BRINKER 1992, 1 08). In diesem Fall handelt es sich eher urn eine Verhaltensbeeinflussung. Bei der Gebrauchsanweisung will der Emittent dem Rezipienten bestimmte Handlungs- schritte oder -mglichkeiten vorstellen. Es ist eine Art lnstruktion. Der Rezipient sollte dann wissen~ auf welche Art und Weise (wie viel und wie oft) er ein Me- dikament einzunehmen hat. Eine weitere Zuordnung betrifft die Kommunikationsform und den Handlungs- bereich. Die Kommunikationsform bei dem Beipackzettel ist monologisch, der Kontakt zwischen den Kommunikationspartnem ist zeitlich und tiiumlich ge- trennt. Der Mitteilungsinhalt wird schriftlich ubermittelt. Der Beipackzettel ist dem ffentlichen Handlungsbereich zuzuordnen. 104 Die Themenentfaltung ist deskriptiv. Das Thema wird in Teilthemen gegliedert tm.d dargestellt. Der Emittent gliedert das Thema in viele Teilthemen, die er dann iibersichtlich signalisiert (durch fett gedruckte Oberschriften) und knapp beschreibt. In diesem Beitrag werden lediglich...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.