Show Less

SMALL

Warum weniger besser ist und was wir dazu wissen sollten

Werner Mittelstaedt

Wir befinden uns inmitten einer dramatischen Zeitenwende. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Erde durch menschliche Aktivitäten bereits völlig überlastet ist – unsere Lebensgrundlagen sind «SMALL» geworden. Dadurch wächst die Gefahr, dass die lokalen und globalen Krisen und Katastrophen bald nicht mehr zu bewältigen sein werden. Unter Auswertung aktueller Daten und mit den Methoden der Zukunftsforschung hat der Autor sechs Megatrends identifiziert, die maßgeblich für diesen zukunftsgefährdenden Zustand verantwortlich sind. Dagegen steht « small» als Synonym für die Chance, die Weltgesellschaft zukunftsfähiger zu gestalten. In diesem Sinn entwickelte der Autor die Zukunftsformel «SMALL to small». Umfassend sind in ihr jene Wertorientierungen, Ideen, Lösungen und Optionen prägnant beschrieben, die nachhaltige Entwicklungen einleiten können. Die Formel enthält zudem viele Handlungsmöglichkeiten, die sich jeder Einzelne mit persönlichem Gewinn zu Gunsten einer gelingenden Zukunft zu Eigen machen kann. Eingehend wird dargelegt, welche Kulturleistungen zu erbringen sind, um dem seit vielen Jahren praktizierten «Handeln wider besseres Wissen» Einhalt zu gebieten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Erster Teil: Warum weniger besser ist und was wir dazu wissen sollten

Extract

Erster Teil Warum weniger besser ist und was wir dazu wissen sollten 25 Die Zukunft von SMALL aus der Perspektive der Zukunftsforschung SMALL wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahrzehnten noch weiter verstärken. Das bedeutet, dass die Ver- fügbarkeit an regenerierbaren organischen und nicht regene- rierbaren mineralischen Ressourcen in der näheren Zukunft noch weiter eingeschränkt sein wird. Ebenso werden die intakten Le- bensräume auf der Erde durch eine Vielzahl menschlicher Akti- vitäten weiter dezimiert werden. Weil die nutzbaren Landflä- chen und die Rohstoffe zur Herstellung von Lebensmitteln im- mer knapper werden, stagniert im günstigsten Falle das globale Angebot bei steigender Nachfrage aufgrund der Bevölkerungs- explosion und des veränderten Nahrungsmittelbedarfs insbeson- dere in den aufstrebenden Schwellenländern (siehe auch Hirn 2009). Dort ernähren sich immer mehr Menschen verstärkt von Fleisch, Milchprodukten und Fisch, nach dem Vorbild der Ernährungsgewohnheiten der Menschen in den Ländern des Nordens. Dadurch wird sich die schon gegenwärtig sehr schlechte Welternährungslage noch weiter zuspitzen. Hinzu kommt, dass die aller Voraussicht nach nicht mehr zu stoppende globale Erderwärmung (Klimawandel) dazu beitragen wird, dass nutzbare Agrarflächen verloren gehen. In diesem Kontext wird auch die Biodiversität in Flora und Fauna noch weiter vermin- dert werden, weil zur Gewinnung von Agrarflächen Wälder und Biotope geopfert werden. SMALL wird sich auch deshalb ver- stärken, weil allein die Menschen in den Ländern des Nordens täglich die Biosph...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.