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Die christliche Gemeinschaftsschule in Baden

Historie und Rechtsprobleme

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Johanna Bäcker

Die Arbeit beschäftigt sich mit der christlichen Gemeinschaftsschule in Baden. Zunächst wird die Historie dieser Schulform dargestellt und es wird auf die theologischen und politischen Herausforderungen hingewiesen, der sie sich gegenübergestellt sah. Die Arbeit zeigt die geschichtliche Entwicklung der christlichen Gemeinschaftsschule in Baden auf. Im Weiteren setzt sie sich mit dem Kernproblem der Verfassungsmäßigkeit auseinander und greift den Wunsch nach einer neuen Verwaltungsvorschrift zur praktischen Ausgestaltung der christlichen Gemeinschaftsschule badischer Prägung in Baden-Württemberg auf. Die Arbeit schlägt schließlich eine Reform der Verwaltungsvorschrift auf Grundlage der ursprünglichen Verwaltungsvorschrift vor.

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B. Die christliche Gemeinschaftsschule badischer Prägung

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Teil 1 Geschichtliche Entwicklung der christlichen Gemeinschaftsschule in Baden und später Baden-Württemberg I. Entstehungsgeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert 1. Ausgangspunkt: Säkularisation und konfessionelle Mischbe- völkerung – ein fruchtbarer Boden für die Entwicklung der Gemeinschaftsschule Bevor es um die Säkularisation am Anfang des 19. Jahrhunderts geht, sei noch ein kurzer Blick auf die Zustände in Baden vor Beginn des 19. Jahrhunderts ge- richtet: In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es weder in der Markgrafschaft Baden-Baden noch in der Markgrafschaft Baden-Durlach oder den anderen Ge- bieten, die später zum Großherzogtum Baden gehören, eine Verordnung über die Schulpflichtigkeit sowie nur eine Ausbildungsanstalt für Lehrkräfte.13 Damit gab es Schulen nur auf freiwilliger Basis, und zwar dort, wo es zum einen geeignetes Lehrpersonal gab und zum anderen eine schulwillige Schülerschaft beziehungs- weise Elternschaft vorhanden war. Zum damaligen Zeitpunkt wurden diese Schulen auf freiwilliger Basis sowohl vom Staat als auch von den Kirchen be- reitgestellt. Erwartungsgemäß fanden sich sowohl zur Unterrichtserteilung ge- eignete Personen als auch schulwillige Schüler in einem weit umfangreicheren Maße in den Landesstädten. Auf dem Lande mangelte es meistens an Beidem. Deshalb gab es dort häufig nur sogenannte Winterschulen mit einem sehr be- grenzten Bildungsangebot.14 Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts setzte dann eine landesweite Bewegung ein, das Volksschulwesen in Schulord- nungen zu regeln oder durch andere geeignete Maßnahmen zu stärken. Das da- malige Volksschulwesen wurde...

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