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Die Geschichte des ungarischen Nationalismus

Adam Markus

Die Geschichte des ungarischen Nationalismus bietet einen Überblick über die ungarische Geschichte der letzten 150 Jahre, mit einem besonderen Fokus auf den ungarischen Nationalismus. In zehn Kapiteln wird nicht nur kritisch auf die Geschichte Ungarns ab der Revolution im Jahre 1848 bis zur Machtübernahme Orbáns im Jahre 2010 eingegangen, sondern auch auf den ungarischen Nationalismus, seine Entstehung, seine verschiedenen Typen und seine Ziele. Das Buch soll auch dem nicht-akademischen Publikum die derzeitige politische Situation des Landes und die Mentalität seiner Bevölkerung näher bringen. Darüber hinaus sollen bekannte Geschichtsmythen aufgedeckt und die Propaganda dahinter enthüllt werden.

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9. Die Regierung Kádár

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Die rechtsextreme Exilgemeinde nach der Revolution Sofort nach der Niederschlagung des Aufstandes, begannen in der rechtsextre- men Exilgemeinde Diskussionen über die Bedeutung der Revolution. Einerseits boten die vielen Flüchtlinge Möglichkeiten zur Expansion, andererseits zeigte die Niederschlagung, dass auch die Aufwendung starker militärischer Mittel nicht reichte um die kommunistische Herrschaft in Ungarn zu beenden und das Bestehen des Kommunismus in Ungarn mit der Existenz der Sowjetunion ver- knüpft ist. Für die im Exil lebenden Nationalsozialisten hieß es also sich auf ei- nen längeren Aufenthalt einzurichten. Die niedergeschlagene Revolution wurde zu einem der wichtigsten Themen für die hungaristischen Medien. Was die politische Beurteilung des 1956er Aufstandes angeht, wurde mit al- len Mitteln versucht die Revolution mit der Machtübernahme der Pfeilkreuzler 1944 in Verbindung zu bringen.350 Die hungaristischen Medien fanden zahlrei- che Bezeichnungen für den Aufstand, von „Revolution“ bis zum „Freiheits- kampf der ungarischen Nation“351 und die in der Revolution gefallenen wurden grundsätzlich als Helden bezeichnet. Die Phantastereien der im Exil lebenden Hungaristen/Pfeilkreuzler gingen so weit, dass man der revolutionären Jugend sogar „unbewusst nationalsozialistische Gedanken“ unterstellte.352 Zehntausende Flüchtlinge kamen in den Tagen und Wochen nach der Revo- lution nach Österreich, viele waren aber mit dem Leben in einer anderen Kultur und Sprache überfordert. Diese Chance nutzten die nunmehr seit 10 Jahren im Ausland lebenden Pfeilkreuzler und boten den Flüchtlingen Hilfe beim Aufbau eines neuen Lebens an. Um die Flüchtlinge ansprechen zu können wurde auch das eigene Erscheinungsbild...

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