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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Jiddische Sprache und Literatur- Luxemburgistik- Niederländische Sprach- und Literaturwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung des Afrikaans- Oudere Nederlandse Letterkunde (Ältere Niederländische Literatur)- Mitherausgeber: Simon Neuberg,

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Edited By Franciszek Grucza, Simon Neuberg, Jerzy Koch and Claude D. Conter

Der Band enthält die Beiträge von vier Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Vorträge der Sektion Jiddische Sprache und Literatur in Geschichte und Gegenwart (betreut und bearbeitet von Suse Bauschmid, Steffen Krogh und Simon Neuberg) bieten ein vielfarbiges Panorama der Berührungsfelder von Jiddistik und Germanistik. Die Sektion Luxemburgistik im Spannungsfeld von Mehrsprachigkeit, Regionalität, Nationalität und Internationalität (betreut und bearbeitet von Claude D. Conter, Germaine Goetzinger und Peter Gilles) präsentiert sprachwissenschaftliche und literaturwissenschaftliche Themen. In den sprachwissenschaftlichen Beiträgen wird aus sprachhistorischer Perspektive untersucht, wie die drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Luxemburgisch in sprachfunktionaler und kontaktlinguistischer Hinsicht interagieren. Die literaturgeschichtlichen Beiträge thematisieren unterschiedliche aktuelle Fragestellungen der Luxemburgistik wie Interkulturalität, Alterität oder Reiseliteratur in einem literarischen Feld, das sich durch ein Neben- und Miteinander der Sprachen und Kulturen auszeichnet. Die Sektion Niederländische Sprach- und Literaturwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung des Afrikaans (betreut und bearbeitet von Jerzy Koch) umfasst sprach-, kultur- und literaturwissenschaftliche Beiträge, die dem Leser ein breites Spektrum an Themen anhand von Fallstudien bieten: Reiseliteratur, postkoloniale Literatur und Fragen postkolonialer Identitäten, Hegemoniediskurs. Die Beiträge der Sektion Oudere Nederlandse Letterkunde (Ältere Niederländische Literatur) (betreut und bearbeitet von Stefan Kiedroń, Amand Berteloot und Anikó Daróczi) stellen eine gelungene Synthese von herkömmlichen philologischen Ansätzen und neuen Perspektiven des niederländischen Medievalismus dar.

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Sektion (9). Luxemburgistik im Spannungsfeld von Mehrsprachigkeit, Regionalität, Nationalität und Internationalität. Betreut und bearbeitet vonClaude D. Conter, Germaine Goetzinger und Peter Gilles

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Sektion (9) Luxemburgistik im Spannungsfeld von Mehrsprachigkeit, Regionalität, Nationalität und Internationalität Betreut und bearbeitet von Claude D. Conter, Germaine Goetzinger und Peter Gilles 68 Klaus Cuno Claude D. Conter, Peter Gilles, Germaine Goetzinger: Einleitung Die Luxemburgistik, also die luxemburgische Sprach- und Literaturwissen- schaft, ist ein junges Fach, das außer an der Universität Luxemburg, auch in Namur (B), Mainz, Trier (D), Sheffield (GB) St. Petersburg, Nijni Novgorod und Moskau (R) unterrichtet wird. Sie partizipiert an allgemeinen linguisti- schen sowie an den literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen ebenso wie an spezifischen Problemaufrissen. Die Luxemburgistik zeichnet sich durch eine hohe Internationalisierung und eine Einbettung der spezifi- schen Ausrichtung an übergeordneten Forschungstendenzen aus. Die Emergenz einer Luxemburgistik ist darauf zurückzuführen, dass die luxem- burgische Sprache und die Luxemburger Literatur in drei Sprachen für viele Linguisten und Literaturwissenschaftler ein reichhaltiges Forschungsfeld darstellt. Die sprachwissenschaftlichen Beiträge fokussieren auf zentrale Problem- bereiche der Luxemburgistik: In sprachhistorischer Perspektive wird unter- sucht, wie sich die Mehrsprachigkeitskonstellation verändert und wie die drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Luxemburgisch in sprachfunktio- naler und kontaktlinguistischer Hinsicht interagieren. In dieses Themenfeld gehört auch die Diskussion um eine sich eventuell herausbildende nationale Variante des Standarddeutschen in Luxemburg. Die Untersuchung von Fami- liennamen schließlich ordnet sich in weitere Zusammenhänge der europäi- schen Familiennamenforschung ein. Insgesamt präsentiert sich die linguisti- sche Luxemburgistik als ein dynamisches, junges Forschungsfeld, das durch seine dezidiert komparative und historische Perspektive methodisch wie inhaltlich an die internationale Forschung...

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