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Mediation als Verfahren konsensualer Streitbeilegung

Die deutsche, polnische und ukrainische Perspektive

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Edited By Tina de Vries

Die Mediation ist eine spezielle Streitbeilegungsmethode, die zunehmend Anerkennung und Verbreitung findet. Der Mediator begleitet die Medianden in einem Kommunikationsprozess, der zur Erweiterung ihrer Perspektive führt und sie zur einvernehmlichen Lösung ihres Konflikts befähigt. Im ersten Teil des Tagungsbands geben deutsche, polnische und ukrainische Experten aus Wissenschaft und Praxis einen Überblick über die rechtstheoretischen und psychologischen Grundlagen der Mediation. Es werden die rechtliche Regelung der Mediation in den behandelten Ländern sowie die verschiedenen Anwendungsgebiete von Mediation, z. B. in der Wirtschaft, im Bereich der Arbeit, des Täter-Opfer-Ausgleichs oder bei der Lösung von Familienkonflikten dargestellt. Im zweiten Teil werden die Gesetzestexte zur Mediation im Zivil- und Handelsrecht in deutscher Übersetzung zugänglich gemacht.

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Aufsätze

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Mediation als eine Form der Justiz Dr. Adam Z. Zienkiewicz, Allenstein (Olszty)* „Die Entwicklung von alternativen Formen der Justiz ist – nach meiner Überzeu- gung – eine der wichtigsten Unternehmungen, die dazu beitragen, die Recht- sprechung an die Realien der postindustriellen Gesellschaft anzupassen, insbesonde- re an die in diesen Gesellschaften stattfindenden Prozesse der funktionellen und kulturellen Differenzierung der gesellschaftlichen Systeme. Das Postulat der Ent- wicklung von alternativen Formen der Justiz ist also eine wesentliche Ergänzung des Programms der postklassischen Prozesstheorie, die sich dessen bewusst sein sollte, dass das Postulat der Organisation der modernen Justiz nicht ausschließlich auf die gerichtliche Verfahren gestützt werden kann.“1. Prof. Lech Morawski I. Ergänzende Formen der Justiz – grundsätzliche Ausgangsthesen Eine breite Diskussion über die besten Konzepte der Justiz ist unumgänglich und bringt wesentliche Vorteile mit sich, selbst dann, wenn nicht alle Diskurs- teilnehmer endgültige Lösungsvorschläge vorbringen. Bei der Analyse dieser Problematik ist zu bedenken, dass sie solch fundamentale Begriffe betrifft, wie die Freiheit, die Gerechtigkeit, die Vision des Rechts, den Staat und die Gesell- schaft, die gesellschaftliche Kommunikation, die Streitbeilegung, das Modell der Rechtsanwendung, die Effektivität des Rechts und seine Grenzen. Die Krisenerscheinungen des traditionellen Justizmodells (der Rechtsprechung)2 und die in den zeitgenössischen Rechts- und Gesellschaftssystemen eingetrete- * Mediator, Rechtsberater, Politologe, wiss. Assistent am Lehrstuhl für Rechttheorie und Rechtsphilosophie und Philosophie des Staates, Rechts- und Verwaltungsfakultät der Ermländisch-Masurischen Universität in Olsztyn (UWM)– siehe www.uwm.edu.pl; Lei- ter des Postgraduierten Studium: „Mediation und andere...

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