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Spuren früher Textkompetenz

Schriftliche Instruktionen von ein- und mehrsprachigen 2.-KlässlerInnen im Vergleich

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Anne von Gunten

Diese Studie untersucht die instruktive Textkompetenz von 90 ein- und mehrsprachigen 2.-KlässlerInnen mit Migrationshintergrund anhand linguistischer Textanalysen und vergleicht diese Ergebnisse mit der orthographischen Kompetenz der Kinder. Es zeigt sich, dass die Anleitungen mehrheitlich bereits Spuren von Textkompetenz aufweisen, die Unterschiede zwischen ein- und mehrsprachigen Kindern gering ausfallen und in beiden Untersuchungsgruppen ein Zusammenhang zwischen instruktiver und orthographischer Kompetenz besteht. Entgegen gängiger Annahmen zum frühen Schreibentwicklungsstadium lassen sich in Ansätzen adressatenorientierte und textsortensensible Strategien der etwa 8-jährigen SchreiberInnen nachweisen, woraus didaktische Anregungen für den frühen Schreibunterricht abgeleitet werden.

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4 Methodisches Vorgehen

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4.1 Vorgeschichte der Studie und ihre Einbettung in ein grösseres Projekt Diese Arbeit ist als Dissertationsprojekt46 aus einer gross angelegten Sprach- entwicklungsstudie47 zu mehrsprachigen, in der Schweiz aufgewachsenen Im- migrantenkindern hervorgegangen, in welchem die Autorin von September 2006 bis März 2009 als Forschungsassistentin an der PHBern tätig und für den Be- reich der Schreibkompetenzen verantwortlich war. In Zusammenarbeit mit dem Quims-Projekt48 und der Bildungsdirektion des Kantons Zürich nahm das sechsköpfige Projektteam49 Kontakt mit Zürcher Schulen auf, die insgesamt einen Anteil von über 70% an mehrsprachigen Schü- lerInnen aufwiesen. Weil die Stadtschulen zu dieser Zeit bereits intensiv be- forscht wurden, musste auf Schulen in der Agglomeration der Stadt Zürich aus- gewichen werden. Auf freiwilliger Basis konnten in zahlreichen Informations- veranstaltungen insgesamt 59 Lehrpersonen an 21 verschiedenen Schulen für ei- ne Teilnahme an dem Projekt begeistert werden. In der gross angelegten PHBern-Studie (Projekt Nr. 05s0004) wurden in der 2., 5. und 8. Klasse mit etwa 1100 ein- und mehrsprachigen SchülerInnen zahl- reiche Tests50 durchgeführt. Ein Jahr später wurden die Sprachtests in der 3., 6. und 9. Klasse mit denselben Kindern und Jugendlichen wiederholt. Die Studie ist also in beiden Jahren von der 2. bis zur 8. Klasse bzw. von der 3. bis zur 9. Klas- se als Quasi-Längsschnittstudie und für den Zeitraum eines Jahres als echte 46 PHBern Projekt Nr. 08s0004: „Standardsprachliche Schreibkompetenz bei mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Eine Anwendung von HarmoS-Testauf- gaben...

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