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Verdachtsberichterstattung

Medienberichterstattung über Straftatverdächtige

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Nadine Kristin Keil

Die Kriminalität ist in vielfältiger Weise Thema der Berichterstattung. Der in den Medien geäußerte Straftatverdacht wirkt sich auf der einen Seite regelmäßig negativ und nachhaltig auf die Persönlichkeitsrechte des betroffenen Verdächtigen aus. Auf der anderen Seite ist die Öffentlichkeit an der Berichterstattung über Straftaten in besonderem Maße interessiert. Als Gefährten dieser sogenannten Verdachtsberichterstattung sind neben den Journalisten auch die Ermittlungsbehörden anzusehen. In der Arbeit wird dieses Konfliktfeld aufgearbeitet, seine Entwicklungen nachgezeichnet und Ansätze zur Lösung angeboten. Es wird insbesondere dafür plädiert, eine Berichterstattung bei Verwendung sogenannter Eingriffsverstärker sowie bei zu erwartenden schweren irreparablen Schäden für unzulässig zu erklären.

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Inhaltsverzeichnis

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EINLEITUNG ............................................................................................................ 1 A) Das Interesse der Öffentlichkeit an Kriminalfällen ................................... 1 B) Die Faszination der Medien für Kriminalität und ihre Aufgabe über diese zu berichten .............................................................................. 3 C) Das Phänomen der Verdachtsberichterstattung ......................................... 5 ERSTER TEIL DIE KOLLIDIERENDEN RECHTE ............................................................................... 7 A) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht ......................................................... 7 I) Die Entwicklung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ...................... 8 II) Dogmatische Herleitung ....................................................................... 12 III) Die Sphärentheorie ............................................................................... 15 1) Die einzelnen Sphären ...................................................................... 16 2) Kritik an der Sphärentheorie ............................................................. 18 IV) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Tatverdächtigen .................. 21 V) Rechtsgrundlagen medialer Gefährdungen des Persönlichkeitsrechts des Tatverdächtigen .......................................... 25 1) Der presserechtliche Auskunftsanspruch .......................................... 25 2) Die strafprozessualen Ansprüche auf Erteilung von Auskünften und Akteneinsicht ......................................................... 27 3) Nr. 23 RiStBV ................................................................................... 29 4) Zusammenfassung ............................................................................ 30 B) Die entgegenstehenden Rechte des Art. 5 Abs. 1 GG ............................. 31 I) Die Meinungsfreiheit, Art. 5 Abs. 1 S. 1 Alt. 1 GG ............................ 31 1) Der grundrechtliche Schutz der „Meinung“ ..................................... 32 2) Der grundrechtliche Schutz von Tatsachenbehauptungen ............... 35 a) Wahre Tatsachenbehauptungen ..................................................... 37 b) Unwahre Tatsachenbehauptungen ................................................. 38 aa) Die Abgrenzungsmöglichkeit von Tatsachenbehauptungen und Werturteilen ................................ 39 bb) Tatsachen und Werturteile als vermengte Bestandteile einer Äußerung ........................................................................... 41 cc) Schutz des Art. 5 Abs. 1 S. 1 Alt. 1 GG auch für unwahre Tatsachenbehauptungen? ........................................................... 42 dd) Die Mitteilung über laufende Strafverfahren als (wahre oder unwahre) Tatsachenbehauptung ........................................ 46 II) Die Informationsfreiheit, Art. 5 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 GG ........................ 48 III) Die Pressefreiheit, Art. 5 Abs. 1 S. 2 Alt. 1 GG .................................. 49 1) Funktion und öffentliche...

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