Show Less

Forschungswege in der Eurythmietherapie

Berichte vom internationalen Forschungssymposium - 28.-30. November 2008

Series:

Edited By Annette Weisskircher and Albrecht Warning

An der Alanus Hochschule Alfter wurde im November 2008 ein Forschungssymposion «Forschungswege in der Eurythmietherapie» veranstaltet. In den vergangenen Jahren sind eine Reihe von Forschungsarbeiten in der Eurythmietherapie mit unterschiedlichen Methoden geleistet worden. Es wurde die Frage gestellt, welche Forschungsmethoden der Eurythmietherapie angemessen sind und wie die verschiedenen Ansätze miteinander verbunden werden können. Es war das Anliegen dieses Symposiums, diese unterschiedlichen Wege zu betrachten und methodische Grundlagen anzudenken, die die Forschungsziele bündeln können. Zugleich wurden verschiedene Dokumentationsweisen der Therapieprozesse vorgestellt: in der physiologischen Ebene am Patienten und betrachtend reflektierende Beschreibungen der Therapeuten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Zur Spiritualität des Masterprozesses Albrecht Warning 101

Extract

101 10.Vortrag Sonntag den 30.11.2008 Zur Spiritualität des Masterprozesses Albrecht Warning Ich beginne meine Ausführungen mit einer Betrachtung, die augenscheinlich sein mag, weil sie aus dem Bereich der darstellenden Kunst entliehen ist. Sie kann uns an den ersten Grundgedanken meines Vortrages heranführen. Betrachtet man den Beginn der europäischen Malerei in unserer Kulturepoche, so ist Cimabue und seine Zeitgenossen in seinem Kunstbewusstsein noch eingebet- tet in den Goldgrund der geistigen Welt, gleich einem von der Milch der Sonne ge- nährten Menschheitssäugling. Die Malerei strebt gegen Ende der Gotik einem Interesse an der irdischen Welt zu. Mit der Renaissance erleben wir einen Höhe- punkt, in dem die geistig schaffenden und leitenden Impulse durch die abgebil- deten Menschgestalten hindurchleuchten. Die in den Bildern erkennbare Geo- metrie erscheint uns als eine Wiedergeburt der, in die Fläche projizierten pla- tonischen Körper. Dann überschreitet die darstellende Kunst den Rubikon zur lebensvollen In- dividualisierung und zugleich zu degenerativen Tendenzen. Bis zum 19. Jahrhundert zeigen die Gemälde Szenarien des Lebens gleich- sam als Fenster in den Alltag. Gefühle werden symbolistisch, Gedanken oder Begriffe allegorisch dargestellt. Mit William Turner begann eine Geburt der Far- be. Man könnte ihn den Impulsator eines Emanzipationsprozesses der kunstdien- lichen Elemente nennen. Wie vom Zeitgeist befruchtet entwickelt Goethe erkenntnismäßig die Farben- lehre als einen synthetischen Weg zur Idee der Farbe, während als analytischer Antipode Newton das Sonnenlicht materialisiert. Farbe in ihrer originären Kraft wird greifbar durch den französischen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.