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Jüdisch-hellenistische Literatur in ihrem interkulturellen Kontext

Edited By Martina Hirschberger

Unter jüdisch-hellenistischer Literatur versteht man im Allgemeinen die von Juden im Zeitalter des Hellenismus und der Kaiserzeit in griechischer Sprache abgefasste Literatur. Wie das Bindestrichwort bereits andeutet, ist jüdisch-hellenistische Literatur eine Literatur zwischen Sprachen und Kulturen. Die Beiträge dieses Bandes beleuchten jüdisch-hellenistische Literatur in ihrem historischen und kulturellen Kontext und berücksichtigen auch ihre Rezeptionsgeschichte. Der Band enthält Aufsätze zu Aristobulos von Paneas, Philon von Alexandria, Flavius Josephus, dem Aristeasbrief, den Makkabäerbüchern, 3 Esra und dem wenig bekannten apokryphen Werk Buch der Worte von Jannes und Jambres.

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Abraham, Isaak, Jakob. Die drei Formen des Weisheitserwerbs bei Philo von Alexandrien und ihre Wurzeln in der aristotelischen Ethik. Ursula Bittrich

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Abraham, Isaak, Jakob. Die drei Formen des Weisheits- erwerbs bei Philo von Alexandrien und ihre Wurzeln in der aristotelischen Ethik Ursula Bittrich Der Einfluss aristotelischer Philosophie auf Philo von Alexandrien steht außer Zweifel und ist in der Forschung schon in zahlreichen Abhandlungen erörtert worden.1 Mein Beitrag wird einen in diesem Zusammenhang bisher noch nicht näher untersuchten Sachverhalt beleuchten, die Verwandtschaft der Lehre Philos von den drei Formen des Weisheitserwebs mit einer ähnlichen Auffassung in der ari- stotelischen Ethik. Dabei ist zunächst zu zeigen, wie Philos Theologie eine abstrakt- allegorische Deutung der drei Patriarchen geradezu notwendig nach sich zieht. Ihre Ausdeutung als Sinnbilder für Lehre, Natur und Übung wird auf ihre Wur- zeln bei Aristoteles hin untersucht, der diese in der zeitgenössischen Diskussion um den Tugenderwerb wichtigsten Schlagwörter insbesondere in der Nikoma- chischen Ethik zum Gegenstand wiederholter Erörterung werden lässt und dabei eine Sichtweise entwickelt, die den zum Teil antithetisch gebrauchten und in philosophischen Debatten gegeneinander ausgespielten Begriffen ein gemein- sames sukzessives Wirken in der Formung eines Charakters anweist: eine nicht beeinflussbare, von der Natur geschenkte Empfänglichkeit für das Gute ist un- abdingbare Voraussetzung für das wiederholte Ausüben von guten Handlungen, an das sich der Erwerb der dianoetischen Tugenden durch Lehre anschließt. Das Ziel dieses Artikels ist es darzulegen, wie Philo von Alexandrien die drei Methoden zur ethischen Vervollkommnung aus ihrer Abstraktheit heraus- löst, als ihr höchstes Ziel den Erwerb von Weisheit (σοφία) festsetzt und sie...

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