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Jüdisch-hellenistische Literatur in ihrem interkulturellen Kontext

Edited By Martina Hirschberger

Unter jüdisch-hellenistischer Literatur versteht man im Allgemeinen die von Juden im Zeitalter des Hellenismus und der Kaiserzeit in griechischer Sprache abgefasste Literatur. Wie das Bindestrichwort bereits andeutet, ist jüdisch-hellenistische Literatur eine Literatur zwischen Sprachen und Kulturen. Die Beiträge dieses Bandes beleuchten jüdisch-hellenistische Literatur in ihrem historischen und kulturellen Kontext und berücksichtigen auch ihre Rezeptionsgeschichte. Der Band enthält Aufsätze zu Aristobulos von Paneas, Philon von Alexandria, Flavius Josephus, dem Aristeasbrief, den Makkabäerbüchern, 3 Esra und dem wenig bekannten apokryphen Werk Buch der Worte von Jannes und Jambres.

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Die Magier des Pharao – Das Buch der Worte von Jannes und Jambres in seinem Kontext. Martina Hirschberger

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Die Magier des Pharao – Das Buch der Worte von Jannes und Jambres in seinem Kontext Martina Hirschberger 1. Die Magier des Pharao: Die Legende Als Moses und Aaron vor dem Pharao ihre Beglaubigungszeichen wirken, um die Kinder Israels aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien, lässt der Pharao eine Gruppe von Ritualexperten rufen, die die griechische Bibel als Sophisten (σοφιστάς), Zauberer (φαρμακούς) und Beschwörer (ἐπαοιδοί) bezeichnet.1 Sie entsprechen dem wohlbekannten Profil des ägyptischen ‘Vorlesepriesters’ (ἱερογραμματεύς).2 Die Beglaubigungszeichen und die ersten beiden Plagen, die Moses und Aa- ron über Ägypten bringen, vermögen sie zu wiederholen. Doch schon beim Ver- such, die dritte Plage von Ägypten abzuwehren, scheitern sie kläglich (Ex. 8, 14) und verkünden daraufhin dem Pharao: “Der Finger Gottes ist dies.”3 Diese Ein- sicht seiner Ritualexperten führt jedoch nur dazu, das Herz des ägyptischen Herrschers weiter zu verhärten. Schließlich werden die Magier des Pharao selbst zu Opfern der vierten Plage, der eiternden Geschwüre,4 und scheiden so, durch eine rituell verunreinigende Krankheit handlungsunfähig gemacht, aus der bibli- schen Erzählung. Im Buch der Jubiläen (48, 9–11) vermögen die ägyptischen Magier, unterstützt von der dämonischen Macht des ‘Fürsten Mastema’, ledig- lich Böses zu tun, d.h. durch Schadenzauber die Plagen zu wiederholen, nicht aber den Ägypten zugefügten Schaden zu heilen, bis der Herr sie schließlich “mit bösem Geschwür” schlägt, so dass sie “nicht aufstehen” können.5 Nach Jo- sephus (Ant. II 304) soll...

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