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Von Katz und Maus und mea culpa

Religiöse Motive im Werk von Günter Grass

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Edited By Anselm Weyer and Volker Neuhaus

Im direkten kenntnisreichen Rückgriff auf biblische Kernaussagen vom Paradies und vom Sündenfall über den Noahbund bis zur Kreuzigung Jesu gestaltet Günter Grass in seinem Gesamtwerk das Bild vom gefallenen und dennoch für sein Tun verantwortlichen Menschen. So wird Günter Grass zum wichtigen Bußprediger, der einer säkularen Welt eine jüdisch-christliche Kernbotschaft verkündet, die die zeitgenössische christliche Predigt oft beim Anbiedern an scheinbar aktuellere und gefälligere Menschenbilder unterschlägt.

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„Gewalt, wer verbog die Sicherheitsnadel,/ komm, wir spielen Kain und Abel,/ Vater unser, der du bist im Himmel.“ Gottesdienst mit und zu Texten von Günter Grass. - Volker Neuhaus (Osnabrück)

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„Gewalt, wer verbog die Sicherheitsnadel,/ komm, wir spielen Kain und Abel,/ Vater unser, der du bist im Him- mel.“ Gottesdienst mit und zu Texten von Günter Grass. Volker Neuhaus (Osnabrück) Orgelvorspiel Begrüßung der Gemeinde Eingangslied: „Die Herrlichkeit der Erden…“ von Andreas Gry- phius (1650) (Evangelisches Gesangbuch Lied 527, 1–4) 1. Die Herrlichkeit der Erden muß Rauch und Asche werden, kein Fels, kein Erz kann stehn. Dies, was uns kann ergötzen, was wir für ewig schätzen, wird als ein leichter Traum vergehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft kein weises Wissen, wir werden hingerissen ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier besitzen, kann vor dem Tod nichts nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, 206 Volker Neuhaus der du...

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