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Religiöse Reformvorstellungen als Krisensymptom?

Ideologen, Gemeinschaften und Entwürfe «arteigener Religion» (1871-1945)

Jörn Meyers

Gegenstand der Arbeit ist das Phänomen der «arteigenen Religion/Religiosität», welches in Deutschland seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts zu beobachten ist. Die Arbeit befasst sich sowohl mit den verschiedenen theoretischen Ansätzen prominenter Ideologen und Wegbereiter als auch mit den zahlreichen Strömungen und Gemeinschaften, die in gegenseitiger Konkurrenz standen. Anhand von Kriterien wie Aufbau und Organisation, soziale Basis oder Lehre wird herausgearbeitet, wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschen Christen, Neugermanen oder okkulten Ariosophen liegen. Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, weshalb die artreligiösen Gemeinschaften ausgerechnet im Dritten Reich ihr Ende fanden. Der Autor nahm im Vorfeld an, dass es sich bei den Entwürfen arteigener Religion primär um eine Reaktion auf eine als bedrohlich empfundene Gegenwart, also um ein Symptom der Zeit handelt. Ziel der empirisch-deskriptiven Studie ist es daher, anhand des Quellenmaterials diese These zu be- oder auch zu widerlegen. Arteigene Religion – ein Symptom der Zeit? Ein Versuch, der «Moderne» mit ihren sozialen, kulturell-religiösen und ökonomisch-politischen Krisen eine nationale, der «deutschen Art und Rasse» gemäße religiöse Ordnung entgegenzusetzen?

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Vorwort

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Die vorliegende Studie wurde im Sommersemester 2011 als religionswissen- schaftliche Dissertation an der Leibniz Universität Hannover, Philosophische Fakultät, eingereicht und für den Druck geringfügig verändert. Nach der Fertig- stellung der Arbeit möchte ich vorweg allen Personen danken, die mich bei der Durchführung inhaltlich, moralisch oder finanziell unterstützt haben. Mein besonderer Dank gilt dem Religionswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Peter Antes, der meine Arbeit in der Funktion des Hauptbetreuers über drei Jahre lang kritisch und konstruktiv begleitet hat und für Probleme und Fragen stets an- sprechbar war. In diesem Zusammenhang möchte ich auch meinen Zweitgutach- ter, den Historiker Prof. Dr. Herbert Obenaus, erwähnen. Mein weiterer Dank gilt Prof. Dr. Friedrich Johannsen vom Institut für Theologie und Religionswis- senschaft, sowohl für den Prüfungsvorsitz als auch die brauchbaren Hinweise, die mir im Rahmen des Kolloquiums „Religionsforschung“ gegeben wurden. Nützliche Tipps zu Inhalt und Arbeitsaufbau erhielt ich von dem Zeithistoriker Prof. Dr. Uwe Puschner (Freie Universität Berlin), den ich in diesem Zusam- menhang persönlich kennenlernen durfte. Ein herzliches Dankeschön möchte ich auch einigen Bekannten und (ehemaligen) KommilitonInnen aus meiner Studienzeit an der Universität Tübingen aussprechen, namentlich Matthias Rude M.A., mit dem ich mich auch inhaltlich austauschen konnte und der mir, zu- sammen mit anderen, bei Arbeitsaufenthalten mit z.B. einer Unterkunft aushel- fen konnte. Gesondert möchte ich Charlotte Löffler M.A. nennen, ohne deren Hilfe es mir kaum möglich gewesen wäre, über...

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