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Text – Bild – Hypertext

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Ewa Zebrowska

Die Arbeit beschreibt Hypertexte aus textlinguistischer Perspektive vor einem breit angelegten theoretischen Hintergrund neuerer und neuester Forschung auf diesem Gebiet. Mit Hilfe der dabei herausgearbeiteten Kategorien wird die textlinguistische Spezifik von Hypertexten beschrieben und diskutiert. Es wird aufgezeigt, dass sich in den letzten Jahren der Einfluss neuer Technologien und Medien auf die Raum- und Zeitstrukturen von Texten überhaupt rasant verstärkt hat. Besondere Aufmerksamkeit wird in dieser Untersuchung der Präsenz von Bildern in der computervermittelten Kommunikation sowie dem Layout und dem Design geschenkt. Hypertexte erweisen sich auf ihrer Ausdrucksebene so letztlich als computergestützte Kommunikationsangebote.

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2. Materialität sprachlicher Äußerungen

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2.1. Schriftlichkeit Das natürliche, reale Umfeld der Sprache bildet auf der einen Seite ihre mentale Grundlage, Mentalität, das Gehirn, worauf im ersten Unterkapitel eingegangen wurde. Auf der anderen Seite materialisiert sich diese Sphäre, indem sprachliche Äußerungen in ihrer material-medialen Realisierung zum Ausdruck gebracht werden, die die Form des Sprechens oder des Schreibens annimmt. „Kein Hirn greift unmittelbar auf ein anderes zu“ (Holly 2011: 144). Erst durch eine physi- kalische Substanz bekommen mentale Einheiten eine bestimmte Gestalt, eine sprachliche Form, eine Organisationsstruktur, so dass dann Äußerungen als Sig- nale mit potenzieller kommunikativer Funktion erkannt, d.h. als solche produ- ziert und rezipiert werden (vgl. Bonacchi 2011: 92-3). Sprache funktioniert also kommunikativ und kognitiv. Der Mentalität der kognitiven Operationen liegt aber auch ein gewisses materielles Fundament zugrunde. Ohne Medialität gibt es keine Kommunikation, betont W. Holly (2011: 144). Bedingungen sine qua non der Kommunikation sind Äußerungen und die Wahrnehmung von Äußerungen in ihren jeweiligen Medialitäten. Beim Kom- munizieren, so weiter W. Holly (2011: 144), greifen wir auf sinnlich Wahr- nehmbares zurück, das immer eine bestimmte Materialität aufweist. Unter dieser Materialität versteht W. Holly (ebd.) einerseits die physikalischen Substrate des Wahrgenommenen, andererseits die menschlichen Organe der Zeichenprodukti- on und deren Wahrnehmung. Darüber hinaus haben nach W. Holly (ebd.) auch die technischen Medien, mit denen Zeichen hergestellt, verbreitet und übermit- telt werden, einen materiellen Charakter. Das Mediale und Materiale ist also in jeder Kommunikation in vielfältiger Form präsent. „Das...

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