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Tarifrechtliche Unwirksamkeit des sofortigen Austritts aus dem Arbeitgeberverband

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Sina Berit Pfister

Das Bundesarbeitsgericht hat im Jahr 2008 erstmals einen sofortigen Verbandsaustritt des Arbeitgebers für tarifrechtlich unwirksam erklärt, sofern dieser Austritt anlässlich von Tarifverhandlungen ohne Kenntnis der Gewerkschaften vorgenommen worden ist. Die neue Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts führt dazu, dass der Arbeitgeber an einen nach seinem Austritt aus dem Verband abgeschlossenen Tarifvertrag gebunden bleibt, ohne selbst noch Mitglied im Verband zu sein. Gegenstand der Untersuchung ist somit die Überprüfung der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, insbesondere unter dem Aspekt einer Verletzung der negativen Koalitionsfreiheit des Arbeitgebers durch die fortbestehende Tarifbindung.

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Vorwort ................................................................................................................. 5 Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................... 19 A. Tarifrechtliche Unwirksamkeit als neues Mittel der Gerichte zur Verhinderung der Tarifumgehung durch die Arbeitgeber? ........................... 23 I. Unwirksamkeit des Verbandsaustritts des Arbeitgebers anlässlich von Tarifverhandlungen ......................................................................... 23 II. Zweck der Rechtsprechung des BAG? ................................................... 24 III. Neue Diskussion um den Austritt aus dem Verband .............................. 24 IV. Rechtsprechung zum Verbandsaustritt ................................................... 26 1. Rechtsprechung der Instanzgerichte ................................................. 26 2. Rückgriff auf das TVG als Folge der Unwirksamkeit ...................... 27 V. Gang der Untersuchung .......................................................................... 28 B. Legitimation der Tarifbindung durch die Mitgliedschaft im Verband .......... 33 I. Grundsatz: Tarifbindung aufgrund Mitgliedschaft ................................. 33 II. Tarifbindung des Mitglieds über § 3 Abs. 1 TVG .................................. 33 1. Begriff der Tarifbindung ................................................................... 33 2. Parteien im Sinne von § 3 Abs. 1 TVG ............................................ 34 a) Vereinsrechtliche Mitgliedschaft ................................................ 34 b) Mitgliedschaft in einer Spitzenorganisation ................................ 35 3. Mitgliedschaft im Verband ............................................................... 35 a) Mitgliedschaftsverhältnis des Arbeitgebers ................................ 35 b) Arten der Mitgliedschaft ............................................................. 36 aa) Vollmitglied ......................................................................... 36 bb) Außerordentliche Mitglieder ................................................ 36 c) Mitgliedschaft ohne Tarifbindung ............................................... 37 aa) Erfordernis einer Mitgliedschaft ohne Tarifbindung ............ 37 bb) Gestaltungsmöglichkeiten .................................................... 37 cc) Zulässigkeit der Mitgliedschaft ohne Tarifbindung ............. 38 (1) § 3 Abs. 1 TVG ............................................................ 38 (2) Grundsatz der Gleichbehandlung ................................. 39 8(3) Verschiebung der Verhandlungsparität ........................ 40 dd) Rechtsprechung zur OT-Mitgliedschaft ............................... 41 ee) Form der Satzungsgestaltung ............................................... 42 (1) Trennung der Mitgliederbereiche ................................. 42 (2) Verfassungsrechtliche Bestätigung ............................... 44 4. Beginn und Dauer der Tarifbindung nach § 3 Abs. 1 TVG .............. 45 5. Analoge Anwendung des § 3 Abs. 1 TVG? ...................................... 46 a) BAG, Urteil vom 26.09.1979 ...................................................... 46 b) Schutzzweck für eine analoge Anwendung? ............................... 47 6. Zwischenergebnis ............................................................................. 48...

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